Die Offene Tür - Tradition und Wandel

Die 'Wäschtenern'

Generationen von »Wäschtenern« haben an dieser Theke gesessen und sich hier verewigt. Vor ca. 60 Jahren gebaut, war sie Dreh- und Angelpunkt der OT für Besucher wie für Mitarbeiter. Da war es ein regelrechter Traditionsbruch und für viele unvorstellbar, als die alte Theke abgerissen wurde.

Sie schaffte Platz für eine neue, große und helle Küche im Zentrum der Einrichtung. Der alte Technik- und Thekenraum, der zwischenzeitlich nur noch als Abstellraum diente, wurde abgebaut und siehe da, selbst für einen alten Hasen wie Karl Schöllgen passierte eine Riesenüberraschung.

Unsere Theke!

Eine komplette Fensterfront hatte man hinter Mauern versteckt, die nun wieder frei gelegt wurde. Und so hört man nun von vielen, die nach langer Zeit die OT wieder betreten, »Ahhhh – wie hell das hier ist!«

Die alte Theke wurde aufbewahrt und als Sitzbank in die Küche eingebaut. Ehemalige wie aktuelle Besucher freuen sich, in all dem Neuen die alte Holztheke wiederzuentdecken.

Nicht selten hören wir nun Geschichten von früher. »Was haben wir alles an dieser Theke erlebt« – Gut, dass dann aber auch gleich der Satz fällt: »Aber schön ist es hier geworden!«

Veränderungen

Neben der Umgestaltung des Eingangsbereiches mit der Küche wird sich noch einiges verändern. In den Gruppenräumen wurden alte Einbauten abgerissen und werden nun als Jungen- und Mädchenraum neu gestaltet.

Im Keller gibt es seit dem vergangenen Sommer einen neuen, sehr beliebten Fitnessraum.

Für einen Bandraum musste aus Brandschutzgründen ein Notausgang eingebaut werden. Die Werstener Band »Vollkommen egal« hilft tatkräftig bei der Gestaltung mit und freut sich über die Möglichkeit, in der OT proben zu können. Im Laufe des Jahres sollen noch die Decken im Erdgeschoss sowie die Sport- und Bewegungshalle renoviert werden.

Dies alles wurde mit Hilfe von Zuschüssen der Stadt, des Bistums und der Don-Bosco-Stiftung, aber auch durch die tatkräftige Mithilfe der Jugendlichen möglich.

Frischer Wind

Neuen Wind hat auch der neue OT-Leiter Christian Bustamante gebracht. Nachdem Karl Schöllgen nach 33 Dienstjahren in den Ruhestand ging und mit einem Fest im Herbst 2013 verabschiedet wurde, startete sein Nachfolger.

»Die Jugendlichen und die KollegInnen haben mich mit offenen Armen empfangen und mir den Einstieg sehr leicht gemacht«, freut sich der Sozialpädagoge, der vorher in einer Bremer Offenen Tür gearbeitet hat. »Es ist für uns sehr hilfreich, dass die Einrichtung im Stadtteil und in der Gemeinde so gut vernetzt ist. Für die kommenden Jahre haben wir viele Ideen und Pläne. Neben dem Schwerpunkt Sport und Bewegung wollen wir uns auch verstärkt um die beru'iche Integration der Jugendlichen kümmern. Außerdem wollen wir das Außengelände jugendgerecht umgestalten. Dafür brauchen wir aber noch die eine oder andere Finanzspritze.«

Jugendliche sind willkommen!

Für den neuen Träger, die Katholische Jugendagentur Düsseldorf gGmbH, ist eine verlässliche Verbindung mit der Kirchengemeinde entscheidend. Katholische Offene Kinder- und Jugendarbeit will als Teil der Jugendpastoral einen Dienst für die jungen Menschen tun.

Die Jugendlichen sollen erleben, dass sie als Menschen willkommen sind und wertgeschätzt werden. Das gilt für alle Menschen, unabhängig von Herkunft, religiöser Beheimatung oder sozialer Lage. Auch unabhängig davon, was der eine oder andere schon an »Mist gebaut« hat im Leben. Hier geht es darum, die Menschen so wahrzunehmen und willkommen zu heißen, wie sie sind und gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln.

Wer aus der Gemeinde Lust hat, sich bei einer Tasse Kaffee oder Tee selber ein Bild von dem lebendigen Treiben in der Einrichtung zu machen, der ist jederzeit herzlich eingeladen!

 

Artikel erschienen im WIR Heft 10 im "Gemeindeleben" hier zum Download.

Abschiedsfest für Karl Schöllgen

Letzter Arbeitstag für Karl Schöllgen: Nach 33 Jahren, in denen er die Verantwortung für das Programm, für das Haus und das Personal trug ist er nun in den Ruhestand verabschiedet worden.

Hier gibt es einige Bilder vom Sommerfest, zu dem viele Weggefährten, Verantwortliche aus Düsseldorf, Kolleginnen und Kollegen der Katholischen Jugendagentur, aber vor allem ehemalige Besucherinnen und Besucher kamen, um sich persönlich zu verabschieden und sicher das ein oder andere Döneken zu erzählen.