Jugend gestaltet liturgische Nacht

Gebet, Essen, Workshops und Kreuzweg

Die liturgische Nacht, Gründonnerstag auf Karfreitag: „Spannend“, findet Christian Killing, Jugendseelsorger. „Wir von der KJA hatten keine Ahnung, wie das aussehen könnte.“ Das, was am Ende dabei herausgekommen ist, das ist der Vorstellungskraft von 18 jungen Leuten der Gemeinde und der Offenen Jugendeinrichtungen in und rund um Rommerskirchen zu verdanken. An drei Treffen haben sie nachgedacht und geplant. Und mit ihnen entstand das Programm:

 

Abendmahl

Start mit dem Gemeindegottesdienst in St. Martinus, Nettesheim, mit Fußwaschung. Dann, im Pfarrzentrum, lernen sich die rund 40 Jugendlichen (14 bis 21 Jahre) spielerisch kennen.

Nach 20.00 essen alle gemeinsam, ein Abendmahl, im jüdischen Ritus. „Das war uns wichtig, um das Passah-Fest besser zu begreifen, wörtlich genommen.“

 

Passah-Fest

Das Mahl beginnt mit dem Händewaschen. Es gibt Kräuter, ungesäuertes Brot, vergleichbar mit Knäckebrot ohne Würze, und Lamm.

„Mit dem Passah-Fest feiern die Juden den Auszug aus Ägypten. Und Jesus feiert dieses Fest, weil er sich natürlich in der jüdischen Tradition sieht.“

Gebet und Workshops

Anschließend gehen alle in die Kirche, zur ersten Gebetszeit.

Drei Workshops werden angeboten, zurück im Pfarrheim. Im 'Escape-Room' müssen die Jugendlichen mit Hilfe gelöster Aufgaben einen Ausweg suchen (den sie auch zeitig finden). Im ‚Action-Bound‘ begeben sie sich auf digitale Schnitzeljagd, und im ‚Stencil‘ besprühen sie, mit selbst gestalteten Schablonen, ein Holzkreuz.

 

Kreuzweg

„Mir hat dieser Stimmungswechsel gefallen“, sagt Christian. „In den Workshops war sie ausgelassen, in der Kirche, ab Kirchenpforte, andächtig.“

Nach dem 2. Durchgang mit Gebetszeit und Workshops, nach Mitternacht, beginnt der Kreuzweg, mit Fackeln und dem soeben gestalteten Kreuz, an Stationen rund um Nettesheim. Mit dabei, überraschend, Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp. Er visitiert das Dekanat und war einfach mal so eingeladen worden. Also hat er teilgenommen, einfach so.

 

Positive Bilanz

Christian ist mit allem sehr zufrieden: „Ich glaube, die Mischung war gut. Es war für jeden etwas dabei, etwas, was gut getan hat.“

Ob die liturgische Nacht auch im kommenden Jahr stattfinden wird, wie in der Presse zumindest angedeutet, ist im Moment noch nicht klar.

(Bilder: Christoph Söldner)

Stelle des Kreisjugendseelsorgers vakant

Leider müssen wir heute mitteilen, dass der Stadtjugendseelsorger des Stadtdekanates Düsseldorf und Kreisjugendseelsorger des Kreisdekanates Rhein-Kreis Neuss Pfarrer Markus Schröder unseren Erzbischof gebeten hat, ihn zu entpflichten und aus dem priesterlichen Dienst zu entlassen. Nach einer angemessenen Bedenkzeit, die von Kardinal Woelki gewährt worden ist, hat dieser ihn mit sofortiger Wirkung von seinen Ämtern entpflichtet und vom priesterlichen Dienst suspendiert.

 

Lieber Markus, vielen Dank für die in den vergangenen Jahren in der Jugendseelsorge geleistete Arbeit.

 

Über Nachfolge und Konzeption der Jugendseelsorge in unserer Region wird in wenigen Wochen an entsprechenden Stellen im Erzbistum Köln entschieden.

Ökumenischer Jugendkreuzweg

Ein fester Bestandteil der Fastenzeit ist traditionell der ökumenische Jugendkreuzweg. Diesen möchten wir gemeinsam mit euch in Neuss-Mitte gehen. Dafür treffen wir uns an Karfreitag, den 14.04. um 11 Uhr vor dem Amtsgericht in Neuss. Gestaltet wird er zum Thema "JesusART" von Interessierten, der evangelischen Christuskirchengemeinde und dem Team der Jungen Kirche.