Das Team der Jungen Kirche wünscht schöne Ferien!

Gemeinsam neue Wege gehen

Neue Jugendseelsorgerinnen und Jugendseelsorger für unsere Region

Zum 1. September 2017 wird es in der Jugend- und Schulseelsorge im Erzbistum Köln eine Reihe von personellen Veränderungen geben, die durch neue Wege der Zusammenarbeit entstehen.

So übernimmt ein neues Team die Jugendseelsorge für die Region Düsseldorf, Rhein-Kreis Neuss und Kreis Mettmann. Patrizia Cippa wechselt als Stadt- und Kreisjugendseelsorgerin von Wuppertal in die Landeshauptstadt. Die 34jährige Theologin wird von dort aus das neue Team leiten.
 

Ebenfalls als Stadt- und Kreisjugendseelsorger wird Pfarrer Norbert Fink (41) beauftragt. Fink ist derzeit noch Kreisjugendseelsorger für den Oberbergischen Kreis. Zu einem späteren Zeitpunkt werden zwei weitere Kollegen das Team ergänzen, zu dessen Aufgaben auch die Schulseelsorge am Erzbischöflichen St. Ursula Gymnasium und Erzbischöflichen St. Ursula Berufskolleg in Düsseldorf gehören wird. „Damit wird an dieser Stelle etwas Neues ausprobiert, nämlich die Bildung eines pastoralen Teams, zu dessen Aufgaben die Schul- und Jugendseelsorge gleichermaßen gehören“, erklärte Diözesanjugendseelsorger Pfarrer Tobias Schwaderlapp. „Ich freue mich, dass wir hier gemeinsam neue Wege gehen, um jungen Menschen in Schule und Freizeit die Freude des Glaubens mit auf ihren Lebensweg zu geben."

Jugend gestaltet liturgische Nacht

Gebet, Essen, Workshops und Kreuzweg

Die liturgische Nacht, Gründonnerstag auf Karfreitag: „Spannend“, findet Christian Killing, Jugendseelsorger. „Wir von der KJA hatten keine Ahnung, wie das aussehen könnte.“ Das, was am Ende dabei herausgekommen ist, das ist der Vorstellungskraft von 18 jungen Leuten der Gemeinde und der Offenen Jugendeinrichtungen in und rund um Rommerskirchen zu verdanken. An drei Treffen haben sie nachgedacht und geplant. Und mit ihnen entstand das Programm:

 

Abendmahl

Start mit dem Gemeindegottesdienst in St. Martinus, Nettesheim, mit Fußwaschung. Dann, im Pfarrzentrum, lernen sich die rund 40 Jugendlichen (14 bis 21 Jahre) spielerisch kennen.

Nach 20.00 essen alle gemeinsam, ein Abendmahl, im jüdischen Ritus. „Das war uns wichtig, um das Passah-Fest besser zu begreifen, wörtlich genommen.“

 

Passah-Fest

Das Mahl beginnt mit dem Händewaschen. Es gibt Kräuter, ungesäuertes Brot, vergleichbar mit Knäckebrot ohne Würze, und Lamm.

„Mit dem Passah-Fest feiern die Juden den Auszug aus Ägypten. Und Jesus feiert dieses Fest, weil er sich natürlich in der jüdischen Tradition sieht.“

Gebet und Workshops

Anschließend gehen alle in die Kirche, zur ersten Gebetszeit.

Drei Workshops werden angeboten, zurück im Pfarrheim. Im 'Escape-Room' müssen die Jugendlichen mit Hilfe gelöster Aufgaben einen Ausweg suchen (den sie auch zeitig finden). Im ‚Action-Bound‘ begeben sie sich auf digitale Schnitzeljagd, und im ‚Stencil‘ besprühen sie, mit selbst gestalteten Schablonen, ein Holzkreuz.

 

Kreuzweg

„Mir hat dieser Stimmungswechsel gefallen“, sagt Christian. „In den Workshops war sie ausgelassen, in der Kirche, ab Kirchenpforte, andächtig.“

Nach dem 2. Durchgang mit Gebetszeit und Workshops, nach Mitternacht, beginnt der Kreuzweg, mit Fackeln und dem soeben gestalteten Kreuz, an Stationen rund um Nettesheim. Mit dabei, überraschend, Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp. Er visitiert das Dekanat und war einfach mal so eingeladen worden. Also hat er teilgenommen, einfach so.

 

Positive Bilanz

Christian ist mit allem sehr zufrieden: „Ich glaube, die Mischung war gut. Es war für jeden etwas dabei, etwas, was gut getan hat.“

Ob die liturgische Nacht auch im kommenden Jahr stattfinden wird, wie in der Presse zumindest angedeutet, ist im Moment noch nicht klar.

(Bilder: Christoph Söldner)