Katholische Jugendagentur Düsseldorf

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Aktuelles

Am 07.12. 2017 findet wieder um 18:00 Uhr unser Adventsfenster in der Lottenschule statt.

HERZLICHE EINLADUNG an alle Kinder, Eltern, Lehrer und Interessierte!

Derzeit sind keine Einträge vorhanden.

Alltag in der OGS

Zu Tisch in der OGS Winrich-von-Kniprode-Schule in Monheim-Baumberg

Mittagessen in der Winrich-von-Kniprode-Schule in Monheim-Baumberg. Die Kinder der zweiten Klasse sitzen gemeinsam in der Mensa und essen. Heute gibt es Kartoffeln, Würstchen, Sauerkraut und Pudding. „manchmal gibt es auch Fisch“, berichtet ein Kind, „und das mag ich auch sehr gerne. Nudeln mag ich nicht so gerne!“

Und wo viele Kinder sind, wird gelacht, so mancher Unsinn gemacht, und es wird natürlich viel erzählt, „weil wir zusammen reden wollen, denn wir haben einen langen Tag gehabt, da müssen wir erzählen, was denn so am Tag passiert ist. Und dann wird es immer laut.“

Treffpunkt Mensa

Das Mittagessen ist wichtig, nicht nur weil sich die Kinder hier  austauschen können, sondern auch, glaubt OGS-Leiterin Tina Heck, weil hier Kraft getankt wird. „Die Kinder haben natürlich riesen Hunger und freuen sich, wenn der Bauch gefüllt wird, denn dann macht man die Hausaufgaben leichter, und das Spielen fällt viel leichter. Die Mensa ist zudem ein Treffpunkt mitten am Tag, und der tut uns allen gut!“

Flitze-Pause vor den Hausaufgaben

Nach dem Mittagessen stehen eigentlich die Hausaufgaben an. Die Erfahrung jedoch zeigt, dass es den Kindern schwer fällt sich zu konzentrieren. Deshalb gibt es seit einiger Zeit eine besondere Pause, wie ein Kind erzählt: „Nach dem Mittagessen machen wir immer noch eine Flitze-Pause. Dann gehen wir für ein paar Minuten noch raus.“ „Und ich“, ergänzt ein weiteres Kind, „spiele dann immer mit Lillith, Emmily, Mia oder Charlise.“ Und dann wollen alle erzählen, was sie in der kurzen Pause alles erleben: „Ich habe da schon mal Feuerwehr gespielt. Da sind wir immer so ein Seil runtergerutscht, das hat total Spaß gemacht!“ Und danach sind die Kinder, erzählt Tina Heck, wie ausgewechselt und haben die Ruhe, ihre Hausaufgaben ordentlich zu erledigen.

Die AGs - spielen und lernen

Anschließend wird gespielt, gebastelt und es werden so genannte AGs angeboten: „Ich bin in der Kreativ-AG“, sagt ein Mädchen, „da basteln wir viel.“ Und ein anderes Kind berichtet: „Wir haben schon mal so ein Kraut gezogen, und dann haben wir das eingepflanzt, und wir haben dann ein eigenes Gewächshaus gebastelt.“ Spannend ging es auch zu bei den „Piraten“: Wir hatten das Thema „Piraten“, und dazu haben wir ganz viel zu gebastelt“. In den angebotenen AGs wird nicht nur gebastelt. Auch Musik und Tanz wird angeboten: „Ich bin beim Jazz-Dance, und das ist voll cool, weil da musste ich mir eine Pose ausdenken, die ich dann auch Laura vorspielen und zeigen kann, und wenn die das auch cool findet dann üben wir die ein, und das ist auch schön.“ Und die Kinder können auch Sprachen lernen, englisch und sogar chinesisch, lernen nebenbei auch etwas über die Welt und die unterschiedlichen Kulturen.

Alles zum Nachhören

Diesen Artikel kann man auf unserem Medien-Tube-Kanal nochmal nachhören. Hier geht es zum Audiobeitrag!

Lernpatenschaft

Das kommt überall gut an

„Ich betreue den Abanob“, erzählt Jannik. Er ist an der Diedrich-Uhlhorn-Realschule in Grevenbroich Lernpate. Abanob ist vor 15 Monaten aus Ägypten hierhergekommen. Er ist Christ, und deshalb hatte seine Familie große Probleme. „Es gab die ganze Zeit Ärger. Die wollten uns in ihrer Sprache reden lassen. Und sie wollten, dass alle Muslime sind.“

Jetzt übt er mit Jannik die deutsche Sprache, mit Arbeitsblättern zu Nomen, Verben, Rechtsschreibung, alles spielerisch, damit es Spaß macht. „Ich kann mir vorstellen, dass das schwer ist, vor allem, weil er noch die anderen Fächer zu machen hat“, sagt Jannik. „Und da finde ich es erstaunlich, dass er schon so gut spricht.“ „Weil ich die ganze Zeit mit meinen Eltern übe,“ erklärt Abanob.

 

Lernpate zu sein, das findet Jannik gut

Und nicht nur er: „Meinen Freunden habe ich das auch erzählt. Es kommt eigentlich überall gut an.“

Zwei Lernpatenschaften gibt es an der Schule, beide Kinder sind Flüchtlinge. „Gott sei Dank gibt es bei der katholischen Kirche das Projekt ‚Neue Nachbarn‘. Da haben wir uns beworben und den Zuschlag bekommen. Davon bezahlen wir u.a. das Arbeitsmaterial“, sagt Anita Zimmermann, Leiterin der Übermittagsbetreuung. Und: „Zu neudeutsch heißt das win win. Es gibt ein kleines Entgelt, die Kinder lernen besser, die Paten lernen fürs Leben, und wir bekommen in unserer Arbeit von den Lernpaten wichtige Impulse.“

Zusammen stark

Der Offene Ganztag im Stadtteil vernetzt

Die Offene Ganztagsgrundschule in Gohr, einem kleinen Stadtteil Dormagens. Kinder treffen sich in der Tanz-AG, sich haben sich dafür angemeldet. „Weil wir tanzen schön finden und wir die Musik selbst aussuchen dürfen“, sagen sie.

Die Tanzlehrer sind sehr jung, tanzen in der Tanzgarde „Blue Flowers“, erzählt Felix. Und Linda ist in der KJG als Leiterin aktiv. „Wir kennen uns alle, waren selbst Schüler hier in der Friedensschule“, sagt Linda. Und sie bringt ihre Erfahrung aus dem Jugendverband mit: „Man lernt in der KJG, wird zum Leiter komplett ausgebildet. Und dann ist das schon von Vorteil, wenn man hier ist.“

Der Stadtteil ist klein. Da ist es normal, dass alle zusammenarbeiten. „In Gohr kennt jeder jeden“.

Also ist der Offene Ganztag vernetzt, nimmt am Adventmarkt teil oder am Pfarrfest, mit eigenem Stand: „Wir sind da ein fester Bestandteil“, sagt OGS-Leiterin Bettina Klinger.

Kontakte und Zusammenarbeit im Sozialraum ist gewollt, sagt Jan Thieme. Er leitet den Fachbereich Jugendarbeit und Schule in der KJA. „Wir freuen uns, wenn wir z.B. mit Sportvereinen vor Ort arbeiten können, oder mit Kirchengemeinden. Da haben alle Vorteile.“ Sportvereine oder Jugendverbände sind weiterhin am Nachmittag präsent, bereichern mit ihrem Erfahrungsschatz den Offenen Ganztag. Aus Konkurrenten werden Kooperationspartner. „Und Nutznießer“, freut sich Jan Thieme, „sind vor allem unsere Kinder.“