Katholische Jugendagentur Düsseldorf

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Aktuelles

Am 07.12. 2017 findet wieder um 18:00 Uhr unser Adventsfenster in der Lottenschule statt.

HERZLICHE EINLADUNG an alle Kinder, Eltern, Lehrer und Interessierte!

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(Wieder-)Aufbau der Jugendarbeit

beraten - wie geht das?

Ein immer wiederkehrendes Problem der Kirchengemeinden: Der Generationswechsel in der Jugendarbeit. „Alte Hasen“ gehen ins Studium und den Beruf und sind einfach weg, wie in St. Franziskus Hochdahl. „Die Jugendarbeit“, erzählt KJA-Mitarbeiter Christian Jung, „war in den letzten Jahren rückläufig. Das wollte der Pfarrgemeinderat (PGR) ändern.“ So bekam er die Anfrage, eine vom PGR eingerichtete Gruppe zu beraten.

„Ich starte den Beratungsprozess mit einer Analyse, lasse den Ist-Zustand beschreiben, und frage, was gut und was schlecht läuft, wo es Stärken und Schwächen gibt.“ Dann geht es um die Rahmenbedingungen: Es gibt weniger Priester, die Leiter machen eher ihr Abi, vielleicht gibt es auch weniger Kinder und Jugendliche in der Gemeinde. Dann lässt sich ein realistisches Ziel ermitteln, das man unbedingt erreichen will. „Bei der Umsetzung wird es spannend, denn dann geht es um die Inhalte: Was wollen wir anbieten, was müssen wir dafür tun, mit welchen Ressourcen, welche Räume und Strukturen helfen uns, und wie informieren wir uns gegenseitig, die Zielgruppen und die Gemeinde?“

Jugendreferenten in Seelsorgebereichen

In Hochdahl ist dieser erste Prozess abgeschlossen. Jetzt sollen u.a. Räume in der Gemeinde so gestaltet werden, dass ein Offener Treff (wieder) eröffnet. Außerdem wird nach Möglichkeiten gesucht, eine Honorarkraft für die Jugendarbeit einstellen zu können.

Was das betrifft ist man in St. Chrysanthus und Daria Haan einen Schritt weiter, denn dort gibt es eine Jugendreferentin, die von der Gemeinde finanziert wird. Hier geht es bei der Beratung dann um ganz andere Dinge: „Hier suche ich nach langfristigen Finanzierungsmöglichkeiten und unterstütze die Jugendreferentin, denn eine solche Stelle gab es dort bisher noch nicht.“

Sechs solcher Jugendreferenten gibt es in unserer Region. Aufgabe der KJA ist es, sie zu vernetzen. „Alle haben oft gleiche Probleme. Auf den von uns initiierten Treffen können gemeinsam Lösungsansätze entwickelt werden.“

Beratung für Akteure in der Jugendpastoral; für Christian Jung ist und bleibt dies eine spannende Sache.

Unsere Gruppenleiterkurse

Das Interesse ist seit Jahren ungebrochen

„Das Interesse an unseren Gruppenleiter-kursen (GLK) ist bei den Jugendlichen seit Jahren ungebrochen“, sagt KJA-Schulungs-koordinator Christian Jung. Das mag daran liegen, dass der GLK vorausgesetzt wird, wenn Jugendliche in der Jugendarbeit Verantwortung übernehmen wollen. „Da achten nicht nur die Jugendseelsorger drauf, sondern auch die Jugendleitungen, die selbst alle den Kurs besucht haben. Und die Kurse sind sehr schnell ausgebucht!“

geschult wird von Schulungsteamern

Rund 18 Teilnehmer im Alter zwischen 16 und 20 Jahren werden pro Kurs von Schulungsteamern geschult. Die Teamer erfahrene Jugendleiterinnen und -leitern, die auf diese Aufgabe in regionalen Teams vorbereitet werden. „Die Kurse sind eine gute Art Nachwuchsförderung“, sagt Christian Jung „denn was hier gelernt wird lässt sich sofort in der Gruppenarbeit und später im Beruf immer wieder nutzen.“

Über den Tellerrand schauen

In den GLKs geht es um Führungsstile, Gruppenphasen, Spielideen und deren Umsetzung, Methoden, Recht und Pflichten und mehr, alles komprimiert, jugendgerecht aufbereitet und doch praktisch, an zwei Wochenenden in einem Bildungshaus. Zeit genug für die Gruppe, zusammenzuwachsen. „Die angehenden Leiterinnen und Leiter finden es inspirierend, über den Tellerrand, ihrer eigenen Gemeindegrenze zu schauen“, weiß Christian Jung aus eigener Erfahrung. „Oft wachsen in diesen Kursen Freundschaften, die lange halten.“

Orientierungskurse

Eine regionale Besonderheit sind die Orientierungskurse für Jugendliche ab 14, die in vielen Gemeinden schon Verantwortung in der Jugendarbeit übernehmen. Die Kurse leisten einen wertvollen Beitrag, die Jugendlichen auf ihre Aufgabe vorzubereiten. Die KursleiterInnen bieten auf dem Wochenende praktischen Rat und spielerische Methoden der Wissensvermittlung an. Sie sorgen für ein intensives Gruppenerlebnis, das gezielt gefördert wird. Zum Beispiel durch schnibbeln, schälen, schneiden – denn das gemeinsame Kochen und Essen gehört zum Konzept der Gruppenfindung. Gute Möglichkeiten dazu bietet immer wieder unser Selbstverpflegerhaus „La Verna“ in Neviges.

Dank feiern

Eine kleine Geste, die Spaß macht

Es ist erstaunlich, wie und wo sich Jugendliche in ihren Gemeinden einsetzen. Klassiker sind die Ferienfreizeiten, in den Kindern ein tolles Programm geboten wird, reizvoll auch für die Leiter, die hier Gemeinschaft erleben.

Daneben gibt es große Aktionen wie z.B. die 72-Stunden-Aktion des BDKJ oder den Social Day von Caritas und KJA, aber auch kleine Aktionen, wenn in Haan z.B. Jugendliche mit dem Baguette-Taxi Geld für ein Hospiz verdienen. Und Firmkatecheten nehmen es als Kompliment auf, wenn Firmlinge ihnen sagen: „Kirche ist ja gar nicht so doof wie man meint.“

Ehrenamt feiert

Ein kleines Dankeschön kommt dann regelmäßig „kirchenamtlich“. Im Kreis Mettmann ist der „Danketag“ seit mehr als 30 Jahren Tradition, wenn Ehrenamtler sich feiern und sich feiern lassen, mit einer Messe, mit Tanz und Programm, und mit leckerem Essen. „Es ist eine kleine Geste“, sagt KJA-Geschäftsführer Ralph Baumgarten, der die Danketage mit gestaltet. „Aber diese Geste kommt an. Immerhin waren 2015 mehr als 200 Jugendliche beim Danketag, den es übrigens auch, mit anderem Konzept, in Düsseldorf und im Rhein-Kreis Neuss gibt.