Suchen & Finden

 

 

Rund um die Sanierung
Für Jugendliche Zukunft gestalten - Sanierung der Jugendbildungsstätte.

Die Jugendbildungsstätte als gigantischer Spielplatz - der Ministrantentag 2017 in Altenberg

8. Juli 2017;

Fotos ►

„Kommt und seht: Ein neues Haus für euch – frisch renoviert und neu gebaut. Nehmt es in euren Besitz – es gehört euch!“  Dieser Aufforderung folgten in diesem Jahr 2.220 Ministranten aus dem Kölner Erzbistum und kamen zum Ministrantentag (Minitag) nach Altenberg, um das neue Haus zu entdecken und zu erobern. „Das ganze Treiben rings um Haus Altenberg und auf der Festwiese vor der Orangerie glich schon einer Landnahme“, brachte es Diözesanjugendseelsorger Pfarrer Tobias Schwaderlapp auf den Punkt. Er zeigte sich begeistert, wie gut das neue Haus nach der Sanierung angenommen wird. „Das fühlte sich wie ein kleiner Weltjugendtag an“, sagte Schwaderlapp.

  

 „Seit 50 Jahren gibt es den Ministrantentag im Erzbistum Köln. Und jetzt ist er nach der langen Umbauphase der Jugendbildungsstätte wieder zuhause angekommen“, erläuterte Christoph Köster, der beim Erzbistum Köln als Referent für Ministrantenpastoral für die Organisation zuständig war. „Fast hundert ehrenamtliche und hauptberufliche Mitarbeiter sind hier heute im Einsatz, für ein Programm mit viel Spaß, Abenteuer und Spiritualität.“ Für die Kinder und Jugendlichen gab es 60 Workshops und Mitmachaktionen aus ganz unterschiedlichen Themengebieten, wie zum Beispiel ein Mitmachzirkus oder verschiedene außergewöhnliche Fußball-Spiele: Während es beim Bobbycar-Fußball galt nicht von den kleinen, roten Fahrzeugen abzusteigen, erschwerten beim Bubble-Soccer große aufgeblasene, transparente Bälle, in denen die Kinder mit dem Oberkörper steckten, das Spiel. Beim Menschenkicker schließlich wurden die Ministranten selbst zu den Spielfiguren. Neben solchen sportlichen Angeboten gab es für die Teilnehmer ebenso ein kreatives Programm. Turnbeutel nach eigenem Design zu gestalten oder eine persönliche Jakobsmuschel zu gießen waren zur zwei Aktivitäten unter vielen. Zusätzlich konnten die Ministranten das Haus in einer Rallye oder einer Führung kennenlernen. Unter den Teilnehmern der Führung, die von der Historikerin Dr. Tanja Junggeburth angeboten wurde, war auch Sabine Maria Voigt, Oberministrantin aus Stammheim aus dem Seelsorgebereich „Christen am Rhein“. Sie war gemeinsam mit einer weiteren Leiterin und drei Messdienern aus ihrer Gemeinde nach Altenberg aufgebrochen. Für Sabine Maria Voigt war es nicht der erste Minitag, den sie besuchte. Seit 2001 ist sie Messdienerin. Das neugestaltete Haus Altenberg gefiel ihr sehr gut, vor allem lobte sie die gute Organisation der Veranstaltung und die Zusammenstellung der Workshops.

  

Den Abschluss des Ministrantentages gestaltete die aus Hamburg angereiste Kinderrockband „RADAU!“. Getreu ihrem Motto „garantiert blockflötenfrei“ animierte sie die Kinder mit kindgerechten Rocksongs zum Mitmachen bevor es beim anschließenden Gottesdienst feierlich wurde. Diözesanjugendseelsorger Schwaderlapp griff in seiner Predigt noch einmal das Motto des Tages auf. „Kommt und seht, war die Antwort Jesu an die Menschen, die ihn gefragt hatten: ‚Wo wohnst du?‘ Es ging ihm nicht um eine Hausadresse, vielmehr hat er die Menschen eingeladen, einfach mit ihm zu gehen und zu sehen, wie er lebt“, erläuterte er.

Am Ende des Minitages gab es für jeden Teilnehmer eine Postkarte, welche das Motto „Kommt und seht“ grafisch in die Aufforderung „Kommt und sät“ verwandelte. An der Postkarte waren kleine Blumensamen befestigt. Sie sollten sowohl als Erinnerung an den Tag dienen als auch ein Symbol dafür sein, dass die Erfahrung und Erlebnisse des diesjährigen Minitags auch in Zukunft in den Heimatgemeinden wachsen können.

Zurück