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Die neue geistliche Mitte, Zeichen für die Zukunft der Kirche
29.04.2017 - Altarweihe in der neuen Kapelle der Jugendbildungsstätte Haus Altenberg unmittelbar vor dem Altenberger Licht

Hören, was die Jugend denkt

28. April 2017; Dieter Boristowski

Fotos ►

IMG_9405b IMG_9407b IMG_9431b IMG_9451b IMG_9455_pek pek170427 Kardinal Woelki im Gespräch

Welche Sorgen und Nöte haben junge Menschen? Spielt der Glaube in ihrem Leben noch eine Rolle? Wozu fühlen sie sich in ihrem Leben berufen? Wie und wo kann Kirche Ansprechpartner sein? Um Antworten auf all diese und weitere Fragen zu bekommen, hat das Erzbistum Köln eine diözesane Kampagne ins Leben gerufen, in deren Rahmen ein digitaler Fragebogen Aufschluss über die momentane Situation von Jugendlichen geben soll.

 

Anlass für diese Initiative ist die im Oktober 2018 anstehende Bischofssynode zum Thema „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsentscheidung“. Papst Franziskus betont den gemeinsamen Auftrag von Jugend- und Berufungspastoral und sieht in der Kooperation der jeweils zuständigen Stellen die Chance zu einer guten Vorbereitung der Synode. 

 

Daher geht das Erzbistum Köln nun in die Offensive. Neben dem offiziellen Online-Frage­bogen aus dem Vatikan (www.sinodogiovani2018.va), der voraussichtlich Mitte Mai freigeschaltet wird, entwickeln die Diözesanstelle für Berufungspastoral und die Jugendseelsorge im Erzbistum Köln einen eigenen Fragebogen, um den direkten Abgleich mit ihren bisherigen Angeboten machen zu können. Die Koordination übernimmt die Diözesan­stelle für Berufungspastoral. Die Leitung der diözesanen Kampagne hat der neue Diözesanjugendseelsorger Pfarrer Tobias Schwaderlapp inne.

 

„Unsere Kampagne ist überschrieben mit dem Wort ‚Hören‘. Und das wollen wir: Die Jugendlichen sprechen lassen – nicht senden, sondern empfangen. Von der Zielgruppe her denken“, beschreibt Pfarrer Tobias Schwaderlapp das Ziel der Befragung, „dass wir nicht am Ende nur noch Antworten geben auf Fragen, die uns keiner gestellt hat“. Es sei ihm ein großes Anliegen, die unmittelbare Rückmeldung der Jugendlichen aus seinem Bistum zu erhalten, so Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki: „Die jungen Menschen sind unsere Zukunft. Wir müssen sie mitnehmen auf unserem Weg. Mir ist es daher sehr wichtig, zu hören, was unsere Jugend denkt.“

 

In einem ersten Pressegespräch zur Kampagne in Köln-Chorweiler ergriff Kardinal Woelki am 27. April die Gelegenheit, sich mit Jugendlichen aus­zutauschen. Jacob Jürgens (16 Jahre), Isabel Andrae (21 Jahre) und Helen Quarg (21 Jahre) gehören der Gruppe an, die den diözesanen Fragebogen mit entwickeln. Jacob ist das Thema „Aufgehobensein“ in der Kirche be­sonders wichtig: „Dass man eine feste Anlaufstelle hat in einer Welt, die sich so schnell entwickelt.“ Sein Blick auf die Kirche ändert sich momen­tan. Ein Grund dafür ist auch die Firmvorbereitung: „Man glaubt die Sachen schon, aber begreift sie weniger. Und jetzt beginne ich, mehr dahinter zu kommen.“

 

Die Ergebnisse der diözesanen Umfrage werden ausgewertet und für das Erzbistum Köln in die Umsetzung gebracht. Gleichzeitig werden die Ergeb­nisse als Grundlage für die Bischofssynode auch nach Rom gesandt. (PEK)

 

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