Erzbistum Köln

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Wir (b)rennen für OGS - Gute OGS darf keine Glückssache sein!

Die Katholischen Jugendagenturen im Erzbistum starten am 10. Juli 2017 ihren Fackellauf WIR (B)RENNEN FÜR OGS im Rahmen der landesweiten Kampagne GUTE OGS DARF KEINE GLÜCKSSACHE SEIN der Freien Wohlfahrtspflege, die am 12. Juli 2017 mit einer Abschlusskunfgebung vor dem Düsseldorfer Landtag enden wird. 

Der Fackellauf "Wir brennen für OGS"

Katja Birkner, Diözesanreferentin für Jugendhilfe & Schule im Erzbistum Köln, hat am Fackellauf teilgenommen und die Aktion als starkes Zeichen erlebt:

 

Die KJA haben sich auf dem Weg von Bonn nach Düsseldorf gemacht, um die Kampagne der Freien Wohlfahrtspflege „Gute OGS darf keine Glückssache sein!“ zu unterstützen – vor allem die Forderungen nach Standards, einheitlichen Förderrahmenbedingungen, Raumkapazitäten, die den aktuellen Schülerzahlen im Offenen Ganztag entsprechen und nach gesetzlichen Rahmenbedingungen.

"Es kann einfach nicht sein, dass der Wohnort eines Kindes über die Qualität und die Möglichkeiten im Offenen Ganztag entscheidet! Jedes Kind in NRW muss zum Offenen Ganztag die gleichen Zugänge, Bildungs- und Betreuungsmöglichkeiten erhalten!“ Dieses Plädoyer gab in Düsseldorf bei der Abschlusskundgebung die Bonner AG Offener Ganztag ab, die es als starke Trägergemeinschaft geschafft hat mit der Kommune gute Rahmenbedingungen festzulegen.

Es braucht aber den weiteren Ausbau auf Landesebene, um mehr Qualität in der OGS zu ermöglichen, um Fachkräfte zu finden und die Aufgaben der Ganztagsbestreuung für die Kinder umsetzen zu können. Im Gespräch mit Mitarbeitenden wurde deutlich, dass sie mit einem hohen Engagement ihre Arbeit in der OGS umsetzen, oft aber an strukturelle, finanzielle oder zeitliche Grenzen stoßen.  Schulleitungen beteiligten sich ebenso und liefen im Fackellauf mit: „Wir haben einen tollen Träger an unserer Schule, wir arbeiten Hand in Hand. Deshalb sehen wir täglich die Not in unserem Alltag und den Bedarf nach weiteren Ressourcen, damit die OGS läuft.“

Eins ist klar! Für die Kinder in der OGS sind die KJA bis nach Düsseldorf gelaufen und gefahren, damit sie sich auf gute Betreuung und gute Angebote auch in Zukunft verlassen können!

Der Start am 10. Juli 2017 in Bonn

Die ‚Arbeitsgemeinschaft Freie Kinder- und Jugendhilfe Offene Ganztagsschule Bonn‘, zu der auch die KJA Bonn gGmbh gehört, hat unter dem Motto „Wir (b)rennen für OGS“ den Fackellauf nach Düsseldorf initiiert. Der Fackellauf begann am 10. Juli 2017 um 10 Uhr an der OGS Gottfried-Kinkel-Schule in Bonn-Oberkassel und führte über Niederkassel-Mondorf und Bornheim zum Wechselpunkt nach Wesseling. Dort übernahmen an der Kirchengemeinde St. Thomas/Urfeld Kölner OGS-Träger das Feuer. 

Infos zum Ablauf & Ansprechpartnerin am 10. Juli:

Jutta Siebertz

Fachbereichsleitung „Jugendhilfe und Schule“

Katholische Jugendagentur Bonn gGmbH
M  jutta.siebertz@kja.de 
T   0176 841 394 55 

Station am 11. Juli 2017 in Köln

Fotos ►

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Nach der Staffelübergabe am Montag in Wesseling wurde die Flamme in einer Rikscha und einer Fahrradstaffel von der Rodenkirchener Brücke bis in den Kölner Norden zur GGS Riphahnstraße (Riphahnstr. 40a, 50769 Köln) weiter getragen. Dort wurden die Radfahrerinnen und Radfahrer mit einer Zirkusdarbietung von 60 OGS-Kindern begrüßt.

Die Geschäftsführenden von IN VIA Köln, Sybille Klings und KJA Köln, Georg Spitzley dankten allen Mitarbeitenden, die sich für die OGS-Kampagne eingesetzt haben. Ein gute OGS dürfe in der Tat keine Glückssache sein. "Als Bildungseinrichtung braucht der Offene Ganztag verlässliche Rahmenbedingungen!" so Spitzley. Am Ende konnte die Fackel an Vertreter/innen aus der Region Neuss/Düsseldorf übergeben werden.

 

Infos zum Ablauf & Ansprechpartner am 11. Juli:

Berthold Feldmann

Fachbereichsleitung „Jugendhilfe und Schule“

Katholische Jugendagentur Köln gGmbH
M  berthold.feldmann@kja.de
T   0221 92 13 35-18 

Die Abschlusskundgebung am 12. Juli in Düsseldorf

Die Katholische Jugendagentur Düesseldorf begann ihren Teil des Fackellaufs an der Neusser Münsterschule. Von dort ging es über die Kardinal-Frings-Brücke nach Düsseldorf, wo sich alle Läuferinnen und Läufer an den Gehry-Bauten trafen, um den Lauf gemeinsam auf dem Apollo-Platz in unmittelbarer Nähe des Düsseldorfer Landtags zu beenden.

Um 13 Uhr begann die Abschlussveranstaltung mit dem Ankommen der Fackelträger der Katholischen Jugendagenturen. Das Wetter spielte leider so gar nicht mit und so kamen die Läufer ziemlich durchnässt, aber dennoch zufrieden am Ziel an. In gut zwei Tagen hatten sie die Strecke von Bonn-Oberkassel bis zum Düsseldofer Landtag zu Fuß oder per Fahrrad zurückgelegt und dabei jede Menge Aufmerksamkeit für ihre Sache erregt: Wir fordern eine verlässliche gesetzliche Regelung für eine gute OGS!  

Hintergrundinfos zur OGS Kampagne

Die Katholischen Jugendagenturen (KJA) im Erzbistum Köln bieten wie andere freie Träger auch ein verlässliches Betreuungs- und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler in Offenen Ganztagsschulen (OGS) an. Doch viele Träger und Mitarbeitende sind am Limit. Sie beklagen, dass die aktuellen Rahmenbedingungen für den Offenen Ganztag nicht ausreichen, um den Anforderungen entsprechen zu können.

 

Die Kampagne „Gute OGS darf keine Glückssache sein“ der Freien Wohlfahrtspflege NRW fordert eine auskömmliche Finanzierung und landeseinheitliche Standards für eine Absicherung des Offenen Ganztags. Am 12. Juli werden sie der neuen Landesregierung ein Zeichen setzen und ihre Forderungen bei einer Demo vor dem Düsseldorfer Landtag zum Ausdruck bringen.

Die ‚Arbeitsgemeinschaft Freie Kinder- und Jugendhilfe Offene Ganztagsschule Bonn‘, zu der auch die KJA Bonn gGmbh gehört, startete bereits am 10.Juli unter dem Motto „Wir (b)rennen für OGS“ einen Fackellauf nach Düsseldorf. Die Katholischen Jugendagenturen aus Köln, Bergisch Gladbach, Wuppertal, Düsseldorf und die Abteilung Jugendseelsorge unterstützten die Initiative und haben am Fackellauf sowie an der Abschlusskundgebung in Düsseldorf teilgenommen.

 

Katja Birkner von der Jugendseelsorge im Erzbistum Köln stellt fest: „Für viele freie Träger der Jugendhilfe ist es bereits ‚5 nach 12‘. Es kann nicht sein, dass die Qualität des Offenen Ganztags landesweit davon abhängt, ob die jeweilige Kommune bereit und in der Lage ist, zusätzliche Gelder zur Verfügung zu stellen.“ Auch für die Eltern stelle diese Situation ein großes Problem dar, da ein Betreuungsplatz im Anschluss an die KiTa nicht gesichert ist. „Wir appellieren dringend an die Politik, mit dem Anspruch an eine umfassende Bildung und Betreuung im Offenen Ganztag endlich ernst zu machen! Das kann nur mit einer verbindlichen Festlegung von Standards, höheren Etats, einer einheitlichen Förderung in NRW und einer verlässlichen gesetzlichen Regelung gelingen“ so Birkner.

 

„Möglichst viele Menschen, denen eine gute OGS am Herzen liegt, können an unterschiedlichen Punkten entlang des Rheins die Läufer anfeuern und lautstark unterstützen“ wünscht sich Mitorganisatorin Jutta Siebertz von der Katholischen Jugendagentur Bonn.