Die Vigil der Jugend am 23.9.2017
auf domradio.de

Die Predigt

Wenn wir aus dem Glauben an Jesus Christus heraus Licht sind, können wir Werkzeug des Friedens und der Liebe werden!

 

Die komplette Vigil

Alles rund um die Domwalfahrt

Erzbistum Köln

Abteilung Jugendseelsorge

Marzellenstraße 32

50668 Köln

Tel.: 0221 1642-1222

info@kja.de

Einssein im Kölner Dom: cool, bewegend, lebendig!

Einsein mit sich, mit anderen und mit Gott - und das von zehn Uhr abends bis um sechs Uhr am nächsten Morgen, nicht irgendwo, sondern im Kölner Dom. Ein "einmaliges" und "gelungenes Experiment" - wie Projektleiterin Marianne Bauer aus den vielen Rückmeldungen hört - findet seinen Abschluss im gemeinsamen Frühstück. Der Duft nach Croissants und Pain Chocolate zieht durch den Dompfarrsaal und die tapferen nächtlichen Pilger  sind noch oder wieder recht munter. Ein "riesiges Dankeschön" für eine "ziemlich coole Aktion", ein "völlig anderes Erlebnis des Kirchenraums im Kölner Dom", das trotz der Strapazen der durchgemachten Nacht "Spaß" gemacht und den "eigenen Glauben belebt" hat, so oder ähnlich lautet das vielstimmige Fazit. Das lässt auch die Veranstalter zufrieden ans letzte Aufräumen gehen: "Alles gelungen, alle sind glücklich und zufrieden", vermeldet Marianne Bauer.

 

Nach der stimmungsvollen Vigil am Vorabend mit Diözesanjugendseelsorger Tobias Schwaderlapp und musikalisch gestaltet von der Bonner Band C7, sorgen drei Impulse um null Uhr, zwei und vier Uhr dafür, dass die nächtliche Gemeinde immer wieder zusammenkommt. Faszienierende Klangszenen, die die chinesische Musikkünstlerin Echo Ho ihrer selbstgebauten "Slow Qin" entlockt, führen an die drei klassischen Stationen des Pilgerwegs im Kölner Dom: die Mailänder Madonna, der Dreiköngsschrein und das Gero-Kreuz. Für das Einssein mit sich und anderen bieten zwischendurch kreative, biblische und spielerische Angebote die Gelegenheit: Fürbittfahnen an Bambusstöcken, eine kurze Kirchenführung, ein Beichtspiegel oder das persönliche Gespräch mit einem der Jugendseelsorgerinnen und Jugendseelsorger. Im Probenraum des Domchores kann man sich zwischendurch mit Kaffee, Obst oder Pizza stärken, die Mitarbeiter und Bewohner des Kölner Jugendwohnheims Nikolaus-Groß-Haus servieren. Eine Ecke mit Decken und Fellen lassen auch ein kurzes Nickerchen zu.

 

Zwei Kreativpunkte in der Kathedrale sind nicht fertig geworden - und darüber ist ausgerechnet der Diözesanjugendseelsorger "fast schon ein wenig froh", wie er in der Abschlussmesse vor dem Lochner-Altar und zu Füßen der Mailänder Madonna mit einem Augenzwinkern gesteht. Ein Bild des Richter-Fensters als Puzzle in 2.000 Teilen, ein Mandala, das nicht nur einfach ausgemalt, sondern vorher aufwändig auf 4x4 Metern angefertigt wurde, bleiben unvollendet. Doch gerade darin sieht Schwaderlapp ein starkes Bild für eine "lebendige Kirche, mit der wir noch nicht fertig sind. Aber man kann sie schon erkennen an dem, was wir tun und wie wir es tun. Jede und jeder ist ein lebendiges und wichtiges Teil dieser Kirche!"

 

Mit dieser kurzen, knackigen und sehr ermunternden Predigt dankt der Diözesanjugendseelsorge allen Pilgern, egal ob sie nur kurze Zeit im Dom waren oder die ganze Nacht durchgehalten hatten! Und natürlich auch allen, die die Aktion "Jugend im Dom" vorbereitet hatten! Die Messe endet mit dem letzten Schlussakkord von Julius Teders (Keyboard), Oliver Karcz und Matthäus Hilus (beide Gitarre) zeitgleich mit dem Glockenschlag um sechs Uhr. 

Ein paar Facebook-Impressionen

Die Nacht am Schrein - Liturgische Nacht der Jugend bei der Domwallfahrt am 23. September

Von der Vigil um zehn bis zur Messe um fünf

Es kann sein, dass der oder die andere auch schon ZUM Dom pilgert. Unsere Aktion bei der Domwallfahrt am 23. September lädt jedenfalls ein zum Pilgern IM Dom. Und das die ganze Nacht lang. Bis zum nächsten Morgen um sechs Uhr, wo dann ein kräftiges Früchstück auf die Pilgerschar wartet. Bis dahin steht ein nächtlicher Pilgerweg für junge Menschen zwischen 14 und 33 Jahren auf dem Programm, der eine einzigartige Begegnung mit sich selbst, mit anderen und mit Gott ermöglichen will. 

Aber der Reihe nach: 

Ab 21.30 Uhr ist Einlass in den Kölner Dom. Die Vigil beginnt um 22 Uhr und wird musikalisch von der Jugendband C7 aus der Bonner Jugendkirche Campanile gestaltet. Nach dem allgemeinen Schlusssegen stehen die Jugendseelsorgerinnen und Jugendseelsorger bereit, den Gottesdienstbesuchern einen persönlichen Segen zu geben. Am Dreikönigsschrein können Fürbitten hinterlassen werden und Diözesanjugendseelsorger Tobias Schwaderlapp steht zum Gespräch über seine Predigt bereit.

Mit Klang und Licht behutsam durch die Nacht

Nach der Vigil wird es um 0 Uhr, 2 Uhr und 4 Uhr Impulse geben, die die Pilger zusammenführen und den Dom auf eine ganz eigene Weise als Raum erfahrbar machen. Licht- und Klangpunkte bringen eine Dynamik in die Nacht, die - jeweils eine halbe Stunde vorher - aufrüttelnd und zugleich behutsam die Pilger zu Orten und Impulsen leitet.

 

Der Klang wird inszeniert von der Künstlerin Echo [sprich: eko] Ho. Sie hat ein uraltes, traditionelles chinesiches Musikintsrument nachgebaut und koppelt dieses "Slow Qin" mit ihrem Laptop. Gemeinsam mit "The finger" von Dominik Hildebrand wird sie moderne und elektronisch verstärkte Klangskulpturen zwischen den altehrwürdigen und mittelalterlichen Säulen der Kathedrale erzeugen.

Puzzeln? Nicht mit mir ...

Vielleicht ja doch. Denn wer hat schon mal in einer Kirche, zumal im Kölner Dom, ein Puzzle gelegt? Das kann ungemein meditativ sein. Und es geht auch gar nicht um die Fertigstellung - in diesem Fall ist das Motiv eine Abbildung des Richter-Fensters bestehend aus 2.000 Teilen - der Weg ist das Ziel und die Gemeinschaft dabei, die Erfahrung, dass vielleicht auch nur mein eines, kleines Puzzleteil zu einem beeindruckenden Gesamtbild beiträgt.

 

Wer aus der Nacht heraus etwas mit nach Hause nehmen will, kann sich zum Beispiel ein Pilgerabzeichen basteln oder einen Zeitgutschein für jemand anderen erstellen. Nicht zum Mitnehmen, trotzdem meditativ spannende: Mandalas! Nee, nicht nur schön ausmalen, kann ja jeder. Aber eine Mandala-Vorlage erstellen und das nicht auf DIN A 4, sondern eher in 4x4, Meter wohlgemerkt?!

 

Ein Pilgerweg mit 12 Stationen führt mit spirituellen Impulsen und Informationen zu ausgewählten Orten im Dom.

Außerdem seid ihr gefragt!

Eins sein mit anderen und mit Gott bedeutet auch: Ihr seid gefragt! Im wahrsten Sinne des Wortes! Im Herbst 2018 trifft sich Papst Franziskus mit vielen Bischöfen und jungen Menschen, um sich darüber zu beraten, was junge Menschen heute bewegt. Zur Vorbereitung dieses Treffens möchten der Papst und auch unser Erzbischof Kardinal Woelki von Euch selbst hören, was Ihr denkt und was Euch bewegt.

Auf www.jugend-macht-kirche.de findet Ihr sowohl die Fragen aus Rom, als auch einige Fragen aus unserem Erzbistum, die wir Euch stellen wollen. Diese Fragen wurden von Jugendlichen und jungen Menschen entwickelt, die sowohl in Gemeinden und katholischen Jugendverbänden engagiert sind, als auch von denen, die mit der Kirche nichts zu tun haben. Den Fragebogen gibt es auch ausgedruckt im Dom.

Und eine neuer Morgen ...

... wird auf jeden Fall anbrechen. Mit Blick auf den Schrein und auf das aufgehende Licht hin feiern wir um 5 Uhr gemeinsam die Heilige Messe, das eucharistische Mahl als Höhepunkt und Abschluss der liturgischen Nacht.

 

Im Anschluss erwartet alle Pilger, die des Nachts ausgeharrt haben, ein kräftiges Frühstück im Dompfarrsaal.

Und dann ab nach Hause?

Ja, klar, nach solch einer Nacht braucht's vielleicht nochmal ne Mütze voll Schlaf. Aber vergesst bitte eins nicht: der 24. September ist ein besonderer Tag, die Bundestagswahl steht an! Eins sein heißt auch, sich für das Gemeinwohl und in der Gesellschaft zu engagieren. Da heißt es für die Wahlberechtigten unter euch: WÄHLEN GEHEN. Um 8 Uhr öffnen in der Regel die Wahllokale und vielleicht könnt ihr das schon mit dem Weg nach Hause verbinden.

 

Infos zu den Wahlen haben wir hier zusammengestellt, oder klickt auf das Bild:

Das Motto: EINS SEIN

Zu dieser einmaligen Aktion bei der diesjährigen Domwallfahrt laden die Jugendseelsorge und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Erzbistum Köln ein. Ausgehend vom Motto der Domwallfahrt „Alle sollen eins sein“ wird es die Nacht hindurch verschiedene Impulse geben, durch Texte, Musik oder Gebete.  

„Einigkeit und Einheit begegnen uns auch in unserem Glauben“, erklärt Projektleiterin Marianne Bauer von der Abteilung Jugendseelsorge im Erzbistum Köln das Motto. „Die junge christliche Gemeinde war, der Apostelgeschichte nach, ein Herz und eine Seele. Was bedeutet dieser Anspruch für uns heute?“ Die gemeinsame Nacht im Dom lade ein, der Frage nach dem Einssein auf die Spur zu kommen und sie aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten, so Bauer. Allein und in der Gruppe, im Gesang, in Gespräch, Bibelarbeit oder Gebet, durch Licht, Musik und Pilgerwege im Dom, meditativ, bewegend und kreativ.

Domwallfahrt 2016 | Fotos: Marc Menningmann
Domwallfahrt 2016 | Fotos: Marc Menningmann

Komm, wann du willst und bleibe solange es dir gut tut

Zu festgelegten Uhrzeiten, um dieser Nacht eine Struktur und einen Rhythmus zu geben, wird jeweils ein Impuls die Teilnehmenden zusammenführen. „Für alle gilt: Komm, wann du willst und bleibe solange es dir gut tut“, lädt Diözesanjugendseelsorger Pfarrer Tobias Schwaderlapp ein. „Zu jedem Zeitpunkt können junge Menschen dazu kommen oder auch den Dom wieder verlassen. Wir werden auch Möglichkeiten bieten, im Dom eine Mütze voll Schlaf zu bekommen“, so Schwaderlapp. Das sei ein einmaliges Experiment, und zwar in zweifacher Hinsicht: es findet zum ersten Mal eine liturgischen Nacht im Rahmen der Domwallfahrt statt; und es soll auch bei diesem einen Mal bleiben. „Das soll jetzt nicht über Jahre hinweg nach Schema F ablaufen. Wir probieren was Neues aus, schauen, wie die Leute das annehmen und gut ist!“ erläutert der Jugendseelsorger.

Eindrücke von der Vigil bei der Domwallfahrt 2016

Domwallfahrt 2016 | Foto: Marc Menningmann

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Domwallfahrt 2016 | Foto: Marc Menningmann