News & Veranstaltungen

Jetzt online: Übersichtlicher Ausleihkalender der Miniausstellung
27.03.2017 - Unser Ausleihkalender zeigt jederzeit aktuell, wann die Ausstellung frei oder ausgeliehen ist. Du findest sie unter Materialien, Miniwelten
Ministranten-Romwallfahrt 2018
03.02.2017 - Vom 14. bis 20. Oktober 2018 findet die nächste Ministrantenwallfahrt des Erzbistums Köln nach Rom statt. Ministrantinnen und Ministranten ab 14 Jahren sind mit ihren Gruppen dazu herzlich eingeladen. Nähere Infos folgen im Spätherbst 2017
Ministrantentag 2017
12.05.2016 - Der nächste Ministrantentag im Erzbistum Köln findet am Samstag, 8. Juli 2017 in Altenberg statt. Dazu sind alle Minis mit ihren Gruppenleitungen eingeladen.
Neuer Ministrantenausweis
02.07.2015 - Ab dem 1. Juni 2015 gibt es einen neuen Ministrantenausweis im Scheckkartenformat.

Die Minitag 2017 - Galerie

Der Ministrantentag ist wieder zuhause

Über 2.000 Ministranten in Altenberg feiern den #minitag2017

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Unter dem Motto „Kommt und seht“ haben über 2.000 Messdienerinnen und Messdiener den Ministrantentag 2017 rund um die Jugendbildungsstätte Haus Altenberg gefeiert. Am Ende gibt es frenetischen Beifall, Jubelrufe und jede Menge Dankesworte – für einen rundum gelungenen Tag mit über 50 Workshops, einem Kinderrock-Konzert und einer feierlichen Abschlussmesse unter freiem Himmel. „Danke für euren treuen Dienst!“ Ein riesiges Plakat auf der Bühne drückt aus, wofür der Ministrantentag steht: „Über 25.000 Kinder und Jugendliche üben in unserem Erzbistum den Altardienst aus, mit viel Engagement und Freude. Dafür gilt es mal Danke zu sagen!“ erklärt Diözesanjugendseelsorger Tobias Schwaderlapp. „Ich glaube, mit dem heutigen Tag ist uns das ziemlich gut gelungen, wenn ich so eure Gesichter schaue“ freut sich der 35jährige Pfarrer, der Anfang Mai von Erzbischof Kardinal Woelki zum Diözesanjugendseelsorger ernannt worden war.

Die Jugendbildungsstätte als gigantischer Spielplatz

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„Seit 50 Jahren gibt es den Ministrantentag im Erzbistum Köln. Und jetzt ist er nach der langen Umbauphase der Jugendbildungsstätte wieder zuhause angekommen“ bringt Christoph Köster die lange Tradition auf den Punkt. Köster ist beim Erzbistum Köln für die Jugendarbeit mit Messdienern zuständig und hat den Tag gemeinsam mit einem großen Team organisiert. „Fast hundert ehrenamtliche und hauptberufliche Mitarbeiter sind hier heute im Einsatz, für ein Programm mit viel Spaß, Abenteuer und Spiritualität.“ Anderthalb Jahre habe die Vorbereitung gedauert, so Köster. Bei bestem Wetter tummelten sich die 2.000 Ministranten auf dem „gigantischen Spielplatz“ neben dem Altenberger Dom. Weit über die Hälfte der Teilnehmer waren unter 12 Jahren und wussten die vielen Spielange-bote zu schätzen.

Viel Bewegung, aber auch ruhigere Angebote - ein kleiner Streifzug durch den Minitag

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1, 2, 3 - Pa pa pa pa pam – pa pa pa pa pam – pa pa pa pa pa pa pa pa pa pa pa pa pam. Konzentriert sitzen 20 Kinder an ihren Trommeln und versuchen den Rhythmus nach zu spielen, den Percussionist Paply vorgibt. Nach etlichen Versuchen entsteht auf einmal ein synchroner Trommelschlag, die Kinder sind begeistert. „Ihr müsst euch auf eure Trommel konzentrieren und gleichzeitig auf die anderen achten. Und schon seid ihr ‚all in one rhythm‘" erklärt Paply, der mit vollem Namen Awale Ouro Akpo heißt und ein Meister an der Djembé-Trommel ist. Dass er mit „all in one rhythm“ das Motto des letzten diözesanen Ministrantentages 2014 zitiert, ist ihm gar nicht bewusst.

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Noch mehr Körpereinsatz fordern gleich drei ungewöhnliche Fußball-Spielarten: Beim Bubble-Soccer stecken die Spieler in großen Plastikblasen, was zu völlig verletzungs- und schmerzfreien Stürzen führt. Das gegenseitige Anrempeln macht sogar mehr Spaß als das Toreschießen. Beim Bobbycar-Fußball müssen sich die Kicker auf den kleinen Fahrgeräten fortbewegen und den Softball ins Tor bugsieren. „Menschenkicker“ heißt ein anderes Spiel, weil die Spielfiguren tatsächlich durch Menschen ersetzt werden. Wenige Meter weiter kann einem schon mal ein Gummihuhn entgegenfliegen, das die Kids wie beim Golfen über einen Parcour ins Ziel bringen mussten.

Ungefährlicher und deutlich ruhiger geht es bei einem anderen Highlight zu: die Lesung aus dem Klassiker „Emil und die Detektive“ mit dem Schauspieler Thomas Pelzer. Wer das Buch kennt, hängt genau so seinen Lippen, wie Emil-Neulinge. „So echt und spannend umgesetzt, mit Requisiten, Musik und Geräuschen, das war großes Kino für die Ohren“, zeigt sich eine Zuhörerin ganz begeistert. Dass einige Erwachsene in den hinteren Reihen den abgedunkelten Raum für ein kurzes Nickerchen nutzen, tut der Sache keinen Abbruch.

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Ein Stockwerk höher geht es auch um Texte, und zwar um selbstgeschriebene Texte, die in einem Rap vertont werden sollen. Tontechniker und Musikproduzent Markus Brachtendorf aus Köln sorgt mittels Laptop und Mikro in dem kleinen Raum für professionelle Studioatmosphäre. Gerade versuchen sich Celine, Johannes und Matthias aus Schildgen an einer Zeile für ihren Rapsong. Die richtige Betonung, die richtige Pause, gar nicht so einfach. Markus Brachtendorf erklärt geduldig den passenden Sprachrhythmus.

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Regieanweisungen erklingen auch im Innenhof, wo Profi-Fotograf Luis Rüsing zum Fotoshooting bereit steht. Ob einzeln oder in Gruppen, Ministranten können hier im Gewand posen: „Enger zusammenrücken, Gesicht mehr nach rechts, und lächeln!“ Luis ist in seinem Element. „Bei 3 springt ihr alle einmal in die Luft!“ Die Fotos gibt’s gratis per Mail nach Hause.

In die Luft springen kann aber nicht jeder. Am Stand von Brücke-Krücke e.V. aus Bonn lädt Silke Stappen ein, mal den Rollitest zu machen. Wie ist das, wenn man nicht so schnell aus dem Weg gehen kann, wenn Unebenheiten oder Menschentrauben zu Hindernissen werden? Natürlich ist die neue Jugendbildungsstätte inklusiv umgebaut, aber der Parcour über das Gelände mit den restlichen Baustellen, dem Kopfsteinpflaster und den vielen Wiesen wird doch zur Herausforderung.

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Eine solche ist an diesem Samstag auch das Wetter. Die Sonne meint es mehr als gut und knallt die meiste Zeit von einem nahezu wolkenlosen Himmel. Da erweist sich der „Bautrupp“ der Katholischen Jugendagentur Bonn als wahrer Segen, besser gesagt: Regen. Mit Wasser aus ihren Sprayflaschen sorgen sie immer wieder für Abkühlung. Selbst die Abschlussmesse am Bühnenaltar hält sie nicht davon ab, Ministranten und Zelebranten während des Credo-Liedes einmal kurz zu erfrischen, was diese sichtlich überrascht aber dankbar annehmen.

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Zuvor war es mächtig heiß geworden, als die Hamburger Kinder-Rockband RADAU aufspielte. Mit knackigen Gitarrenriffs, brummenden Beats und witzigen Animationen brachten sie die Kids ins Schwitzen. Nach kurzer Umbauphase werden auf derselben Bühne Ambo und Altar zurecht gestellt. In der feierlichen Messe zum Abschluss des Tages greift Diözesanjugendseelsorger Schwaderlapp noch einmal das Motto des Tages auf. „Kommt und seht, war die Antwort Jesu an die Menschen, die ihn gefragt hatten: ‚Wo wohnst du?‘ Es ging ihm nicht um eine Hausadresse, vielmehr hat er die Menschen eingeladen, einfach mit ihm zu gehen und zu sehen, wie er lebt“ erläutert Schwaderlapp. Und so seien wir auch heute aufgefordert, sich von den Texten der Heilligen Schrift, in der Liturgie oder von gläubigen Menschen inspirieren zu lassen.

Danke, danke, danke für den #minitag2017

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Am Schluss der Messe, die musikalisch vom Chor ‚JuSt MiNor‘ und Band ‚InTime‘ aus Solingen unter Leitung von Michael Schruff gestaltet wurde, stand ein riesiges Dankeschön: an alle Ministranten, die in unseren Gemeinden treu und zuverlässig ihren Dienst ausüben. Und an alle, die den #minitag2017 mit viel Liebe und Aufwand vorbereitet und durchgeführt haben. Auf dem Weg zu ihrem Bus stützen sich zwei völlig erschöpfte Minis gegenseitig und versichern sich strahlend: „Mensch, war das ein schöner Tag hier heute!“ Ein schöneres Lob kann es für die Veranstalter nicht geben.

 

Veranstaltet wurde der Minitag vom Arbeitskreis Ministranten im Erzbistum Köln – MEK und von der Abteilung Jugendseelsorge.

 

 

Video: Dieter Boristowski