Pressespiegel
Die Tagespost
23.11.2010 |
Jeder einzelne Mensch ist von Gott gewollt und geliebt
'Gebet für das Leben' in Köln |
Stimmen der Zeit
07/2010 - Seite 441 |
Gott ist jung! (von Matthias Sellmann)
Trends und Projekte in jugendpstoraler Theorie und Praxis |
Rheinischer Merkur
03.06.2010 |
Priesternachwuchs - Durst nach Gottes Wort
Die Kirche soll keine „Sinndeutungsagentur“ unter vielen sein... |
Rheinischer Merkur
15.04.2010 |
Nachhall des Events
Die Begeisterung beim Kölner Weltjugendtag vor fünf Jahren... |
Domradio
21.11.2009 |
Immer wieder Nightfever
Mit Unterstützung des Jugendchors St. Stephan |
Katholisch.de
18.08.2009 |
Raum für Jesus
„Nightfever“ will den Geist des Weltjugendtages weitertragen |
Kirchenzeitung Köln
22.05.2009 |
„Nicht der Vergessenheit preisgeben!“
Seit Freitag erinnert ein Denkmal am Dom an den Weltjugendtag 2005 |
Kölnische Rundschau
20.10.2008 |
Papst Benedikt grüßt Kölner Jugend
Kardinal Meisner zelebriert erstmals im Rahmen von "Nightfever" die Messe |
Kölner Stadtanzeiger
20.10.2008 |
Kardinal bei Nightfever
Beten im Dom |
Bild - Kölner Lokalteil
20.10.2008 |
Kölner feierten Nightfever im Dom
Der Dom im Nightfever |
WDR 5 - Diesseits
von Eden 17.08.2008 |
Anbetung oder Atmosphäre?
Nightfever im Kölner Dom |
Die Tagespost
29.12.2007 |
Eucharistische Anbetung ist keineswegs passé
„Unterwegs nach Sydney“ – Wie junge Missionare
Menschen für Christus gewinnen |
Kölnische Rundschau
04.12.2007 |
Redaktionsgespräch mit Dompropst Norbert Feldhoff
Unter anderem zum Thema "Nightfever" |
Erzbistum Köln / PEK
26.10.2007 |
Neue Strukturen im Erzbistum Köln
Statement des Erzbischofs bei der Pressekonferenz |
Kirchenzeitung Köln
26.10.2007 |
Aus 'Nachtlicht' wurde 'Nightfever'
Gläubige versammelten sich zu Anbetung und Lobpreis |
Kölner Stadtanzeiger
20.09.2007 |
Folgen Sie der Kerzenstraße ...
Nightfever ist, wenn nachts im Dom ein Lichtlein brennt |
Erzbistum Köln / PEK
12.09.2007 |
'Nightfever' wieder im Köner Dom
Am kommenden Samstag, 15. September, findet im Kölner Dom... |
Kirchenzeitung Köln
31.08.2007 |
Sag mir, wo die Jugend ist?
Weihbischof Dr. Koch segnete neu gestalteten Papsthügel ... |
Erzbistum Köln / PEK
18.04.2007 |
Aktion 'Nightfever'
am 21. April wieder im Kölner Dom |
Remscheider GA
03.03.2007 |
Seelenfrieden in tiefer Nacht
Kirche - Mit "Nightfever", einem regelmäßig stattfindenden... |
Kirchenzeitung Köln
02.03.2007 |
Titelbild der Kirchenzeitung Nr. 9/07
Zum Titelbild: Junge Menschen auf der Suche nach Gott... |
Kath. Sonntagszeitung
24.02.2007 |
"Nightfever" im Dom
Gebet, Gesang und Gespräch für junge Menschen |
Kirchenzeitung Köln
23.02.2007 |
Nightfever im Dom - Offen für Kirchenferne
Am Samstag, 24. Februar, laden zum dritten Mal... |
Erzbistum Köln
21.01.2007 |
20. Januar: Zweites "Nightfever" im Kölner Dom
Zum zweiten Mal fand im Kölner Dom ... |
Kölnische Rundschau
20.01.2007 |
"Nightfever" im Hohen Dom
Zur Jugendgebetsnacht mit dem Titel "Nightfever"... |
Kölner Dom
20.01.2007 |
Zweites "Nightfever" im Kölner Dom
Zum zweiten Mal findet am kommenden Samstag... |
Die Tagespost
20.01.2007 |
Nightfever im Kölner Dom und St. Martin in Freiburg
Am 20. Januar findet das zweite Nightfever... |
Kirchenzeitung Köln
19.01.2007 |
Nightfever im Dom - Offen für Kirchenferne
Am kommenden Samstag, 20. Januar, laden zum zweiten Mal... |
PEK
18.01.2007 |
Zweites "Nightfever" im Kölner Dom
Zum zweiten Mal findet am kommenden Samstag, 20. Januar... |
Domradio
31.12.2006 |
Joachim Kardinal Meisner
im großen domradio-Interview zum Jahresende |
PEK / Kirchenzeitung
29.12.2006 |
Sylvesterempfang beim Erzbischof
...im Kölner Dom erfolgreich gestartete Aktion "Nightfever"... |
Komma (MM-Verlag)
37/2006 |
"Nightfever"
Anbetung, Feier des Glaubens, Straßenmission |
Kirchenzeitung Köln
22.12.06 |
Gebet um Mitternacht
1500 Jugendliche kamen zum ersten "Nightfever" in den Dom |
Kölner Stadtanzeiger
19.12.06 |
Christen beten Nachts im Dom
|
Domradio
18.12.06 |
"Nightfever" im Kölner Dom
Monatliche Jugendgebetsnacht am Samstag gestartet
|
Bild-Zeitung (Seite 3)
18.12.06 |
Saturday Nightfever im Dom - Über 1500 Jugendliche
kamen zum Beten und Beichten in die Kathedrale
|
Kölnische Rundschau
18.12.06 |
Jugend mit dem Glauben anstecken
|
RPR1
17.12.06 |
Premiere: Bonner Nightfever goes Kölner Dom
inkl. Radiomitschnitt |
PR-Inside
15.12.06 |
Erzbistum will vor allem kirchenferne junge Menschen
ansprechen - Jugend-Gebetsnacht am Samstag im Kölner Dom
|
Kath.net
14.12.06 |
,Nightfever’ im Kölner Dom
|
Koeln.de
12.12.06 |
Gottesdienst, Gebete, Musik und Gespräche für Jugendliche
"Nightfever" im Kölner Dom
|
Kölner Stadtanzeiger
12.12.06 |
"Nightfever" am Samstag im Dom |
Kölnische Rundschau
11.12.06 |
„Nightfever“ in Gotteshaus |
Kirchenzeitung Köln
08.12.06 |
NIGHTFEVER startet im Kölner Dom
|
PEK (Erzbistum Köln)
08.12.06 |
„Nightfever“ startet 16. Dezember im Kölner Dom
Atmosphäre in Weltjugendtagsbegeisterung |
Kölnische Rundschau
06.12.06 |
Interview mit Generalvikar Dr. Dominik Schwaderlapp
(Auszug) |
Die Tagespost - 23.11.2010
Jeder einzelne Mensch ist von Gott gewollt und geliebt
'Gebet für das Leben' in Köln
von Monika Metternich
Die Tagespost - www.die-tagespost.de
Stimmen der Zeit - Ausgabe 7/2010 - Seite 441
Gott ist jung!
Trends und Projekte in jugendpastoraler Theorie und Praxis
von Matthias Sellmann
[...]
Einen sehr entschiedenen und extrovertierten Schritt geht die jugendliturgische Initiative "Nightfever", gegründet von dem damaligen Kölner Seminaristen Andreas Süß als Reaktion auf den Weltjugendtag 2005 (‹www.nightfever-online.de›). Hier handelt es sich um das, was man früher einfach "Liturgische Nacht" genannt hätte. Allerdings weist der Flyer von "Nightfever Köln" verborgen bereits darauf hin, daß man es hier mit einem liturgischen Event großen Ausmaßes und besonderer Professionalität zu tun hat: Hinten auf dem Prospekt stehen die Werbelogos einer Firma für Show- und Veranstaltungstechnik sowie einer Kerzenfabrik. Tatsächlich wird bei "Nightfever" beides gebraucht und intensiv eingesetzt. "Nightfever" verwandelt die großen Kirchen und Kathedralen von mittlerweile über 20 Städten in ein nächtliches Lichter- und Kerzenmeer. Im Mittelpunkt der oft stundenlangen Treffen steht die eucharistische Anbetung. Die Möglichkeit dieser intimen Begegnung mit Gott wird von folgenden Elementen umrahmt, erleichtert und inspiriert: einem andauernden Musikteppich sakraler Instrumentalität; dem Einspielen von Psalm- und Bibelversen; der Möglichkeit von Beichtgesprächen und von priesterlichen Segnungen; dem Initiieren von fürbittendem Gebet; dem Besuch von Workshops und Gesprächsrunden, den sogenannten Glaubens-Talks. Eine besondere Note liegt in einem aktivierenden Element: Während des "Nightfevers" gehen die jugendlichen Teilnehmer/innen nach draußen und laden die Passanten und Touristen ihrer Stadt in "ihre" Kirche ein, um dort einige Minuten zu verweilen, den ästhetisch verfremdeten Kirchenraum zu kontemplieren, Kerzen anzuzünden oder ähnliches.
In der Zusammenschau all dieser Module kann die Initiative "Nightfever" unschwer als ein Kind des "iconic turn" gesehen werden, in dem die religiösen Performanzbedürfnisse junger Leute entschlossen bedient werden. Dabei überrascht mehreres: Einerseits, daß die doch leicht zu erkennende Kirchen-, Eucharistie- und Klerikerfokussierung der Veranstaltung nicht dazu führt, den sonst doch schnell einrastenden kirchenorganisatorischen Reflex einer Ablehnung der modernen Kulturtechniken zu aktivieren. Im Gegenteil: "Nightfever" nutzt das volle Spektrum der modernen Eventkultur, also etwa der Mechanismen der Raumverzauberung im Sinn liturgischen "cocoonings", der simulativen Benutzerführung, der Stimulation kulturellen Konsums, der Suggestion gemeinsamer inhaltlicher Fokussierung, der Reduzierung diskursiver zugunsten sphärischer Selbstvergewisserung, der Inszenierung von Prominenz, der PR-Techniken des branding usw.20 Zweitens überrascht, wie attraktiv offensichtlich genau diese Kombination von popkulturell anschlußfähiger christlich-konservativer Religiosität bei den Jüngeren ist. Es ist gar nicht abzustreiten, wie erfolgreich "Nightfever" agiert, wenn man pastoralen Erfolg einfach einmal als gelungene Mobilisierung der Zielgruppe faßt. Diese liturgische Form füllt die Dome dieses Landes, zeigt eine enorme Attraktivität des - mitunter faktisch bereits ausgestorbenen - Gestus der Anbetung, spiegelt eine ganz unverhohlene Popularität des sich vorwiegend sakramental inszenierenden Priesters und demonstriert einen echten jugendlichen Unwillen an allzu akzentuiert kognitiven und gruppendynamischen Glaubenszugängen.
Auch wenn sich kritische Nachfragen an das Konzept aufdrängen - etwa zum Thema Partizipation, Diakonie oder Kirchenbild -, ist doch festzuhalten, daß im erfolgreichen Setting "Nightfever" ganz wichtige Lernherausforderungen der Jugendpastoraltheologie liegen, die zu übergehen bedeutet, ein offenbar ganz dringendes Bedürfnis junger Leute nach religiöser Sicherung ihrer biographischen Kontingenzerlebnisse zu ignorieren. Natürlich werden hier zentrale Erfordernisse einer Jugendpastoral, etwa der Würzburger Synode, nicht bedient. Es geht nicht um reflektierte Gruppen, nicht um Selbstorganisation, nicht um diskursives Offenhalten von Glaubenswahrheiten, nicht um diakonal-politische Effekte, nicht um Bildung usw. All diese jugendpastoralen Errungenschaften werden durch "Nightfever" - und durch verwandte Phänomene wie "Jugend 2000" oder "Generation Benedikt" (‹www.generation.benedikt.de›) - nicht entwertet, wohl aber provoziert. Die Debatte steht ins Haus, wie konstitutiv jugendliche Bedürfnisse auch dann für die jugendpastorale Theorie sind, wenn sie die herkömmlichen Diagnosen und Standardunterstellungen dauerhaft befremden.
[...]
Rheinischer Merkur Nr. 22 - 03.06.2010
Priesternachwuchs - Durst nach Gottes Wort
Die Kirche soll keine „Sinndeutungsagentur“ unter vielen sein, sondern Antworten auf die Fragen des Lebens geben. Ein junger Kaplan erzählt, warum er sich für die Weihe entschieden hat.
von Andreas Süß
[...] Unsere moderne Welt scheint das Fragen nach ewigen Wahrheiten und unbedingten Werten vergessen zu haben. Zwar ist die Kirche auch heute durchaus geschätzt, allerdings als eine „Sinndeutungsagentur“ unter vielen, und die Anwesenheit des Priesters ist gesellschaftlich erwünscht, doch seine Worte entwickeln keine Kraft. Sie verlieren sich weithin in freundlich-wohlmeinender oder höflich-distanzierter Konversation.
Zusammen mit anderen jungen Menschen habe ich nach dem Weltjugendtag 2005 das Projekt „Nightfever“ ins Leben gerufen. Inzwischen ist dieser Abend mit viel Atmosphäre, Gesängen, Texten, Gebeten, Kerzen und Klängen eine Bewegung geworden. „Nightfever“ findet in über 20 Städten im In- und Ausland statt. Tausende nehmen daran teil. Immer wieder darf ich dabei erleben, dass Menschen, die über viele Jahre nicht mehr in Kontakt mit der Kirche waren, neue Wege auf Christus zu finden und sich von seiner Barmherzigkeit und der Gnade Gottes im Gespräch mit den Priestern beschenken lassen. Passanten, die wir spontan auf der Straße einladen, eröffnet sich ein Raum, in dem Christus wirken kann. Diese Erfahrung, als Priester gebraucht zu werden, war für mich entscheidend in der letzten Prüfung meiner Berufung zum Priester. [...]
Rheinischer Merkur Nr. 15 - 15.04.2010
Nachhall des Events
Die Begeisterung beim Kölner Weltjugendtag vor fünf Jahren ist kritischer Distanz gewichen. Doch Benedikt XVI. hat noch immer Chancen, die Jugend für sich zu gewinnen.
[...] Die Distanz zu Kirche und Papst wollen Veranstaltungen wie „Nightfever“ verringern. Der Papst hatte sich gewünscht, dass der Weltjugendtag danach noch weitergeht. „Das war uns Inspiration und Motivation“, sagt der Düsseldorfer Kaplan Andreas Süß. „Wir gehen auf die Straßen und Plätze, laden in die Kirche ein und erzählen von der Freude, die uns erfüllt!“ Süß organisiert „Nightfever“ mit Studenten unterschiedlicher Fakultäten, die ihre Begeisterung nutzen, um in inzwischen 25 Städten Gottesdienste zu feiern. „Punks und Seminaristen, Alte und Junge lassen sich von der besonderen Atmosphäre zum Beispiel im Kölner Dom verzaubern. Musik, schöne Texte und Gebete – das spricht alle an“, schwärmt der Kaplan. Das Gefühl von Gemeinschaft stärken, Inhalte über Stimmung transportieren. Das war die Stärke des Weltjugendtages. Und das ist Benedikts Chance.
Domradio - 21.11.2009
Immer wieder Nightfever
Mit Unterstützung des Jugendchors St. Stephan
Es ist wieder soweit: Nightfever im Kölner Dom. Zuletzt hatte der Kölner Kardinal Joachim Meisner die Gebetsnacht der Jugend am Samstagabend unterstützt. Diesmal ist Kölns wohl bekanntester Jugendchor dabei - und der Eintritt ist wie immer frei.
Am Samstagabend singt der Jugendchor St. Stephan die „Nightfever“-Abendmesse um 18.30 Uhr im Kölner Dom. Domorganist Ulrich Brüggemann begleitet uns auf der großen Domorgel, und Dompfarrer Jo- hannes Bastgen leitet den Gottesdienst.
Bis Mitternacht stehen danach Meditationen, geistliche Gesänge und eine Glaubensunterweisung auf dem Programm. Die Aktion findet regelmäßig am dritten Samstag im Monat in der Kathedrale statt. Bis zu 1.500 Menschen nehmen daran teil. Kardinal Meisner hatte die Veranstaltung bereits mehrfach gelobt, weil sie geignet sei, auch kirchenferne Menschen „mit Christus in Berührung zu bringen“.
Organisatoren des „Nightfever“ sind laut Angaben junge Christen aus Gemeinden und kirchlichen Gemeinschaften, darunter Auszubildende, Berufstätige, Seminaristen, Schüler und Studenten. Sie sprechen an den Abenden Passanten vor dem Dom an, um sie zum Mitbeten einzuladen. Im Dom stehen Seelsorger für Gespräche bereit. Den Schlusspunkt bildet ein Nachtgebet. Die ersten „Nightfever“-Abende fanden in Bonn statt. Zwei Studenten riefen sie unter dem Eindruck des Kölner Weltjugendtags 2005 ins Leben. Inzwischen gibt es „Nightfever“ auch in zahlreichen anderen Städten, darunter in Paderborn und Düsseldorf. (kna, dr)
www.Katholisch.de - 18.08.2009
Raum für Jesus
„Nightfever“ will den Geist des Weltjugendtages weitertragen
In 14 deutschen Städten veranstalten junge Christen offene Gebetsnächte. Jeder ist eingeladen, ob gläubig oder nicht. Katholisch.de war in Köln dabei, wo "Nightfever" seit Dezember 2006 an jedem dritten Samstag im Monat stattfindet.
Auf der Kölner Domplatte herrscht das übliche Samstagabend-Treiben: Passanten mit prall gefüllten Taschen, Junggesellenabschiede in Feierlaune und Touristen auf Erkundungstour. Mittendrin: zwei junge Männer, die auf die Menschen zugehen, sie ansprechen. Ob sie nicht Lust hätten, im Dom eine Kerze anzuzünden, fragen sie. Viele wollen. So wie die fünf Jugendlichen, die auf dem Weg in eine Disco sind. Es sei kein Gottesdienst, Besucher könnten kommen und gehen, wann immer sie wollten und die Kerzen bekämen sie auch geschenkt, erklären die jungen Männer.
"Nightfever - Jugend im Dom" heißt das Angebot, das Monat für Monat etwa 2.000 Menschen in die Kathedrale lockt. Die Idee ist nach dem Weltjugendtag 2005 entstanden. Der Kölner Kaplan Andreas Süß, damals noch im Priesterseminar, initiierte in Bonn die ersten Treffen getreu des Weltjugendtags-Mottos: "Wir sind gekommen, um ihn anzubeten". Von Bonn breitete sich die Idee aus - in mittlerweile 14 deutsche Städte und nach Wien. "Wir wollen das weitergeben, was wir beim Weltjugendtag empfangen haben", erklärt Anne Pelzer, eine Helferin der ersten Stunde.
© Tim Kempen
Die eucharistische Anbetung findet direkt vor dem Dreikönigsschrein statt.
Jesus steht im Zentrum
Seit Dezember 2006 findet "Nightfever" an jedem dritten Samstag im Monat auch in Köln statt. Dass sie dafür den Dom nutzen können, ist der Beharrlichkeit des Leitungsteams um Kaplan Süß, Christoph Smarzoch und Christian Menzen zu verdanken. Das Domkapitel war zunächst skeptisch. "Wir mussten viel Überzeugungsarbeit leisten, denn die Verantwortlichen hatten keinerlei Erfahrung damit, anderen Leuten die Nutzung des Doms zu überlassen", erinnert sich Smarzoch. Doch mittlerweile haben die jungen Leute bewiesen, dass man sich auf sie verlassen kann. Dafür opfern sie ihre Wochenenden, räumen bis spät in die Nacht auf und kratzen Wachsreste vom Boden.
Jeder Abend läuft nach dem gleichen Muster ab: nach der Messe die eucharistische Anbetung vor dem Dreikönigsschrein, eine Jugendkatechese und am Ende, kurz vor Mitternacht, das Nachtgebet mit anschließendem eucharistischen Segen. Außerdem besteht die Möglichkeit zur Beichte und zum Gespräch.
Im Dom ist es im Gegensatz zum Treiben auf dem Vorplatz ruhig. Kerzen schaffen eine entspannte, besinnliche Atmosphäre. Sie weisen den Weg in den Hochchor, zum "Herzstück von Nightfever", wie Mitarbeiterin Pelzer sagt: Die eucharistische Anbetung, bei der die gewandelte Hostie in einer Monstranz verehrt wird, findet direkt vor dem Dreikönigsschrein statt. Jesus steht im Zentrum. "Die Leute können gar nicht anders, als ihn anzuschauen", ist sich die junge Frau sicher. Auf den Stufen vor dem Dreikönigsschrein leuchtet ein Meer aus Teelichtern, ein kleiner Chor singt Lieder, wie man sie von den Jugendtreffen in Taize kennt. "Die Atmosphäre ist besonders wichtig für Menschen, die nicht regelmäßig beten", wissen die Helfer aus Erfahrung. Ihnen falle es so leichter, sich auf ihr Gebet zu konzentrieren. Für manche ein einschneidendes Erlebnis.
© Tim Kempen
Kein Beichtstuhl, keine verschlossenen Türen:
Das erleichtert vielen Besuchern, die Beichte abzulegen.
Alte Lasten hinter sich lassen
Das spiegelt sich auch im Feedback wieder, das die Besucher auf einer Tafel am Eingang hinterlassen: Ein Mann, der aus der Kirche ausgetreten ist, überlegt sich, wieder einzutreten. "So was braucht die Welt. Man sollte an etwas glauben", schreibt der 40-Jährige. Eine englischsprachige Besucherin lobt die "wundervolle Musik und coolen Priester - das erste Mal seit zehn Jahren, dass ich beichten war." Hier ist es leichter, über den Glauben zu sprechen oder die Beichte abzulegen. Vor den Priestern, die abseits aber doch deutlich sichtbar im Chorgang sitzen, wartet eine kleine Schlange. Kein Beichtstuhl, keine verschlossenen Türen. Es ist ein Angebot, sagt Stefan Hoffmann, ein weiterer Helfer, alte Lasten hinter sich lassen zu können und Verzeihung und Frieden zu finden.
Wer kein Gespräch sucht, kann das, was ihn bewegt, aufschreiben. Die Schwestern im Kölner Karmel nehmen sich dieser Anliegen im Gebet an. "Viele Besucher denken, sie können nicht richtig beten. Für die ist es beruhigend zu wissen, dass ihre Wüsche und Sorgen sozusagen 'professionell` vor Gott getragen werden", erklärt Pelzer.
Die Menschen, die auf der Straße angesprochen werden, reagieren meist positiv: Jeder zweite nimmt die Einladung an, wie die Jugendlichen von der Domplatte. Etwas unbeholfen knien sie vor dem Dreikönigsschrein, zünden ihre Kerzen an, verharren kurz und gehen dann wieder. Manche Besucher nutzen die Gelegenheit, sich den Hochchor des Doms anzusehen. Andere verweilen für Stunden - gefangen von der Atmosphäre, ins Gebet versunken. Beides ist für die Helfer okay: "Wir wollen hier nichts erzwingen, sondern einen Raum für Jesus schaffen", erklärt Pelzer. "Alles andere übernimmt Gott für uns."
„Nightfever“ in Köln - Die Gebetsnacht im Dom in Bildern
-> Bildergalerie (Copyright: katholisch.de / Autor: Fotos: Tim Kempen / Text: Birgit Leikam)
An jedem dritten Samstag im Monat übernehmen junge Freiwillige das Ruder im Kölner Dom. Ein Team von etwa 30 Helfern lädt ein zum "Nightfever".
Hinter "Nightfever" stehen in den einzelnen Städten viele junge Menschen aus Gemeinden, Gemeinschaften, Priesterkandidaten, sowie Studierende verschiedener Fakultäten. Nach dem Weltjugendtag in Köln 2005 initiierten Katharina Fassler und Andreas Süß das erste "Nightfever" in Bonn. Mittlerweile gibt es Veranstaltungen in 14 deutschen Städten und in Wien.
In der Regel laufen die Abende nach dem gleichen Muster ab: Im Anschluss an die Heilige Messe besteht bis in die Nacht hinein Gelegenheit zu Anbetung, Gebet, Gesang und Gespräch.
In Köln folgen Monat für Monat etwa 2.000 Menschen der Einladung in den Dom. Doch die Helfer sitzen nicht nur im Dom und warten, dass die Menschen zu ihnen kommen. Sie gehen auf die Straße und laden Interessierte ein, eine Kerze anzuzünden und etwas Abstand von Stress und Hektik zu gewinnen.
Weitere Informationen über "Nightfever" gibt es unter www.nightfever-online.de.
© Tim Kempen
(Bild 1) Die Idee zu "Nightfever" entstand nach dem Weltjugendtag 2005. Im Oktober 2005 fand die erste Veranstaltung in Bonn statt. In Köln gibt es Nightfever seit 2006.
(Bild 2) Vor dem Dom herrscht reges Treiben. Mittendrin: die Helfer von "Nightfever". Sie laden Touristen, Einheimische, Junge und Alte, Gläubige und Kirchenferne in den Dom ein.
(Bild 3) Im Hochchor des Domes findet die eucharistische Anbetung statt. Jeder kann kommen und gehen, wann er will.
(Bild 4) Das Domkapitel war anfangs skeptisch bei der Idee, jungen Menschen den Dom zu überlassen. Doch die Zusammenarbeit hat sich bewährt.
(Bild 5) Die Kerzen im Dom schaffen eine besonders besinnliche Atmosphäre.
(Bild 6) Mit Blick auf den Dreikönigsschrein soll bei der eucharistischen Anbetung Jesus in die Mitte gerückt werden, erklärt Anne Pelzer, eine der Helferinnen.
(Bild 7) Bis zu 2.000 Menschen kommen Monat für Monat zu "Nightfever" im Kölner Dom.
(Bild 8) Viele Besucher hinterlassen an der Feedback-Wand ein Dankeschön. Oft schreiben Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind, wie gut ihnen dieses Angebot getan habe.
(Bild 9) Manche zünden ihre Kerze an und gehen wieder, andere verharren lange Zeit im Gebet oder in Gedanken.
(Bild 10) Ein wichtiges Ziel von "Nightfever" ist, einen neuen Zugang zum Sakrament der Versöhnung zu eröffnen. Priester nehmen die Beichte ab oder stehen für ein Gespräch zur Verfügung.
(Bild 11) Einen "Raum für Jesus" schaffen und den Geist vom Weltjugendtag weitertragen - das wollen die "Nightfever"-Helfer.
(Bild 12) Etwa jeder zweite, der auf der Straße angesprochen wird, folgt der Einladung, im Dom eine Kerze anzuzünden.
(Bild 13) Verschiedene Chöre und Gruppen gestalten den Abend. Die meditative Musik schafft zusammen mit den Kerzen eine besondere Atmosphäre.
(Bild 14) Bibelzitate für zu Hause: In den Körben liegen kurze Texte in Deutsch und Englisch bereit. In die rote Box können Besucher ihre Anliegen werfen. Die Schwestern des Kölner Karmels schließen diese dann in ihr Gebet ein.
(Bild 15) Die Menschen in Köln reagieren meist erfreut über die Einladung in den Dom, so die Erfahrung der "Nightfever"-Helfer.
(Bild 16) Bis 24 Uhr ist der Dom an "Nightfever"-Abenden geöffnet. Kerzen weisen den Weg zum Nordportal des Kölner Doms.
(Bild 17) "Nightfever" gibt es mittlerweile in 14 deutschen Städten und in Wien.
(Bild 18) Jeder ist eingeladen: Auch Senioren fühlen sich bei der "Jugendveranstaltung" wohl, wie das Feedback einer 83-Jährigen zeigt.
Kirchenzeitung Köln - 22.05.2009
„Nicht der Vergessenheit preisgeben!“
Seit Freitag erinnert ein Denkmal am Dom an den Weltjugendtag 2005
Das Weihwasser hätte sich Kardinal Joachim Meisner am vergangenen Freitag bei der Segnung des von Bert Gerresheim geschaffenen Denkmals zur Erinnerung an den Weltjugendtag 2005 ruhig sparen können. Obwohl sich aus den Schleusen des Himmel wahre Ströme ergossen, tat das der Stimmung auf dem Roncalliplatz keinen Abbruch. Rund 1000 Menschen hatten sich eingefunden, um an dem Gottesdienst zur der Enthüllung und Segnung des Denkmals teilzunehmen. Bevor der Kardinal das mehr als 700 Kilogramm schwere Bronzerelief, das zeigt, wie Papst Johannes Paul II. das Symbol des 20. Weltjugendtages an Papst Benedikt XVI. überreicht, der Öffentlichkeit präsentierte, erinnerte er in seiner Predigt an die großen Tage des Augusts 2005. Die Tage des Weltjugendtages in Köln, als eine Million Jugendliche, 800 Bischöfe und mehr als 2000 Priester auf dem Marienfeld vor der Monstranz niederknieten, seien das größte Ereignis in der fast 2000-jährigen Geschichte des Erzbistums Köln. „Wir dürfen dieses Ereignis nicht der Vergessenheit preisgeben, zumal seine Wirkungen in der Erzdiözese Köln, in ganz Deutschland und in aller Welt spürbarer sind denn je“, so der Erzbischof. Deshalb solle das neue Denkmal auf der Südseite des Doms immer an dieses große Ereignis erinnern. Als eine Frucht des Weltjugendtages erwähnte der Kardinal das so genannte „Nightfever“. Ausgehend von Bonn, wo die Idee von Nightfever entstanden ist, versammlen sich inzwischen in vielen deutschen Städten und Gemeinden regelmäßig junge Menschen zur Feier der Messe und zur Anbetung vor dem ausgesetzten Allerheiligsten. Gleichzeitig werden auf der Straße Menschen angesprochen und zum Aufstellen einer Kerze in der Kirche eingeladen. Als „Dank an Alle“ gaben die Bläck Fööss anschließend auf dem Roncalliplatz ein Konzert. Unterstützt durch verschiedene Jugendchöre sangen sie zum Abschluss unter inzwischen trockenem Himmel „Großer Gott wir loben Dich“. Beendet wurde die Feier mit geistlicher Musik des „Ensembles Cosmedienam“ am Dreikönigenschrein, dem Ort, den Papst Benedikt bei seinem Kölnbesuch als Pilger aufsuchte. RB
Kölner Rundschau - 20.10.2008
Papst Benedikt grüßt Kölner Jugend
Kardinal Meisner zelebriert erstmals im Rahmen von "Nightfever" die Messe
Von Peter Brodüffel
"Ihr Jugendlichen seid die Freude des Heiligen Vaters in Rom und die Freude des Erzbischofs in Köln", rief Joachim Kardinal Meisner den jungen Besuchern im Dom zu, denen er die "besonders herzlichen Grüße von Papst Benedikt" überbrachte. Das Oberhaupt der katholischen Kirche ließ ausrichten, "dass die Erfahrungen und Begegnungen mit den Jugendlichen beim Weltjugendtag in Köln und Sydney ihn durch sein Leben tragen." Der Jugendtag lebt fort auch in der Veranstaltung "Nightfever", in deren Rahmen Meisner am Samstag die Messe zelebrierte.
Es war der erste Besuch des Erzbischofs bei der kirchlichen Einkehr in den Abendstunden, die bereits zum 22. Mal stattfand. Anlässlich des Paulusjahres sprach Meisner über das älteste Dokument des Neuen Testaments, den Brief des Apostels an die Thessalonischer: Paulus lege damit eine "heiße Spur", die "mitten in das Zentrum des christlichen Glaubens" führe. Der Glaube müsse vom Wort in die Tat umgesetzt werden, er müsse sichtbar, greifbar werden, forderte der Kardinal. Er appellierte an die Jugend, standhaft zu sein. "Ein Christ wackelt nicht."
Auf der Domplatte verteilten Jugendliche derweil Teelichter an Passanten und luden sie ein, ihr Licht zum Dreikönigsschrein im Dom zu bringen. Dort betete der Kardinal Meisner im Anschluss an die Messe im Schein ungezählter Kerzen mit hunderten von Menschen: der Gesang des Jugendchors Adler aus Siegen erfüllte den Hochchor.
Der 21-jährige Simon Kajan, einer der "Nightfever"-Organisatoren, zog eine positive Bilanz: "Der Besuch des Kardinals stärkt unsere Begeisterung, alle zu Christus einzuladen. So lebt der Geist des Weltjugendtags fort." Gerade Menschen, die sich der Kirche weniger verbunden fühlen, seien von der zwanglosen Einladung in das nächtliche Gotteshaus oft sehr angetan. "Nightfever" findet an jedem dritten Samstag im Monat von 18 bis 24 Uhr im Dom statt.
Bild - Kölner Lokalteil - 20.10.2008
Kardinal bei Nightfever
Beten im Dom
Von Claudia Hauser, 19.10.08, 21:23h
Junge Christen sprachen am Samstag im Rahmen der Veranstaltung „Nightfever“ Passanten an und luden sie zum Beten in dem Dom. Die meisten nahmen das Angebot an und ließen sich von der ganz besonders feierlichen Atmosphäre beeindrucken. Erstmals nahm auch Joachim Kardinal Meisner teil.
Innenstadt - Während auf der Hohe Straße die Wagen der Abfallwirtschaftsbetriebe die letzten Samstagseinkäufer zur Seite drängen und Männer in Orange den Müll einsammeln, den die Fußballfans hinterlassen haben, ist es im Dom ganz ruhig, nur eine Chorsängerin ist zu hören. Kerzen weisen den Weg vom Eingang des Nordportals bis zum Hochalter, wo vor dem Dreikönigen-Schrein das Allerheiligste, die Monstranz, steht. Auf Holzbänken sitzen die Menschen dicht beieinander und beten oder schreiben ihr Gebetsanliegen auf Zettel, die sie in einen Korb legen. Es sind gläubige und ungläubige Menschen, die zu „Nightfever“ in der Kathedrale zusammenkommen.
Junge Christen schenken auf der Domplatte Passanten ein Teelicht und laden sie ein, in den Dom zu kommen, um einen Moment innezuhalten. Die meisten nehmen das Angebot an, schleppen sämtliche Einkaufstaschen mit und lassen sich von der ganz besonders feierlichen Atmosphäre beeindrucken.
Zum 22. Mal findet die Veranstaltung statt, die auf die Initiative zweier Bonner Studenten zurückgeht, die unter dem Eindruck des Weltjugendtags 2005 zum ersten Mal fremde Menschen ansprachen und zum Beten bewegten. Danach gab es auch in anderen Städten „Nightfever“-Abende, in Köln wurden schon 1500 Menschen pro Veranstaltung auf den kleinen Pilgerweg in den Chorumgang gelockt. Wer reden oder beichten möchte, kann zu einem der Priester gehen, die sich entlang des Weges aufhalten. Erstmals nimmt dieses Mal auch Joachim Kardinal Meisner teil. In der Heiligen Messe überbringt er die besten Wünsche von ganz oben. „Der Papst zählt auf euch!“, sagt Meisner, der extra einen Tag früher von der Bischofssynode in Rom zurückgekehrt ist. „Ich habe dem Papst von »Nightfever« erzählt und Urlaub bei ihm beantragt.“ Das motiviert Caroline (16). „Wenn die Menschen merken, wie hilfreich es sein kann, mit anderen zu beten, kommen sie vielleicht wieder.“
Nächster Termin: 15. November.
Linktipp: www.nightfever-koeln.de
Bild - Kölner Lokalteil - 20.10.2008
Kölner feierten Nightfever im Dom
Köln - Der Dom im Nightfever. Am Samstag feierte er wieder - mit viel Ruhe, Gebet, Entspannung und Mediationen.
Vor zwei Jahren rief Kaplan Andreas Süß (33) die Veranstaltung ins Leben: "Wir wollen den Geist des Kölner Weltjugendtages 2005 am Leben erhalten."
Jeden dritten Samstag im Monat im Dom. 100 junge Christen unterstützen den Kaplan. Sie planen das Programm, schmücken die Kathedrale und locken die Menschen hinein. Hunderte kamen. Einkäufer, FC-Fans und Gläubige.
Besonderer Höhepunkt am Samstag: Joachim Kardinal Meisner feierte die Messe. Obwohl er zur Zeit an der Bischofssynode in Rom teilnimmt, hatte Papst Benedikt ihm dafür frei gegeben. Weil der Heilige Vater so eine tolle Erinnerung an den Kölner Weltjugendtag hatte...
Nächste Termine: www.nightfever-koeln.de (mawe)
WDR 5 - Jenseits von Eden - 17.08.2008
Anbetung oder Atmosphäre?
Nightfever im Kölner Dom.
Eucharistische Anbetung kennen diejenigen noch, die aus einem katholischen Milieu kommen. Das ist das Gebet vor der gewandelten Hostie, also dem Leib Christi nach katholischer Lehre. Die Anbetung des „Allerheiligsten“ gehört heute nicht mehr zwingend zum Grundprogramm einer katholischen Kirchengemeinde: Zu alt, zu konservativ, vielleicht auch zu magisch? Ist Gott in der Hostie wirklich real präsent? – Nun sind es aber ausgerechnet die Jungen in der katholischen Kirche, die diese alte Tradition wieder aufleben lassen: In mittlerweile zehn Städten gibt es sogenannte Nightfever-Veranstaltungen: Die Kirchen werden samstags Abends bis in die Nacht offen gehalten und stimmungsvoll gestaltet für Ruhe und – eucharistische Anbetung. Christoph Fleischmann hat sich das im Kölner Dom angesehen:
Samstags Abends um Acht Uhr auf der Domplatte in Köln. Gruppen junger Männer und Frauen, die Jungesellen-Abschiede feiern, Touristen und Spaziergänger – dazwischen aber auch junge Leute, die Teelichter verteilen. Sie laden in den Dom ein, der noch offen ist – ungewöhnlich für diese Zeit.
O-Ton 1
Bin sprachlos, bin einfach sprachlos.
Sagt einer, der aus dem Dom herauskommt
O-Ton 2
Das hat mich so angerührt, was da stattgefunden hat: Stilles Gebet, wunderschöne Musik und die Möglichkeit, für heute mal in sich zu gehen.
Wenn man durch das Nordportal des Domes geht, verschwindet das Draußen schnell. Der Vorhang an der Tür scheint jedes Geräusch zu schlucken.
Der Dom ist nur durch Kerzen beleuchtet und die Abendsonne, die durch die bunten Fenster gefiltert wird. Teelichter auf dem Boden weisen den Weg durch den halbdunklen Dom: Erst in den Chorumgang, dann in den Chorraum, den man normalerweise nicht betreten kann.
Im alten Chorgestühl sitzen Menschen von der Straße genauso wie auf Stühlen in der Chormitte. Immer wieder gehen und kommen Menschen. Die Kommenden setzen sich, mehr nicht, hören der Musik der kleinen Band zu, manche halten den Kopf gesenkt, andere schauen sich den Dom von hier an: das Abendlicht strahlt durch das Ostfenster – durch den Chorumgang wirkt das große Gotteshaus leicht und durchlässig. Im Osten des Chores steht der berühmte Drei-Königs-Schrein mit den Reliquien der Weisen aus dem Morgenland. Davor auf dem Altar ist eine Monstranz mit einer Hostie ausgestellt.
O-Ton 3 Pokall
Diese eucharistische Anbetung, die steht ja im Mittelpunkt. Das ist im Grunde das, was Nightfever ausmacht. 8’18 Es ist die Mischung aus eucharistischer Anbetung, diese musikalische Untermalung, also die gestaltete Anbetung, den ganzen Abend, die Beichtmöglichkeit und diese Mission, diese Straßenmission, dass wir die Leute von der Straße auch einladen.
Erklärt Gabriela Pokall vom Leitungsteam des Kölner Nightfevers. Die Juristin organisiert mit einem Team von rund 40 jungen Leuten die Abende im Dom. Die Idee zu der Veranstaltung kam vom Weltjugendtag in Köln vor drei Jahren:
O-Ton 4 Pokall
Während der Vigilfeier war es das erste Mal, das während eines Weltjugendtages eine eucharistische Anbetung durchgeführt wurde. Und es war sehr beeindruckend mit einer Million Jugendlicher diese Form des Gebetes unter freiem Himmel, ja, zum Ausdruck zu bringen: Vor dem Herrn gemeinsam zu beten.
Ausgelegte Zettel weisen die Besucher des Domes auf die Möglichkeit zur Beichte hin und informieren über das, was eucharistische Anbetung ist:
O-Ton 5 Pokall
Das glauben wir Katholiken, dass diese Hostie nicht mehr nur Brot ist, sondern Christus selbst und ihn beten wir dort an in dieser Gestalt. Für mich ist es immer nochmal eine viel persönlichere Art des Gebets, die ich vor dem Allerheiligsten in Anspruch nehmen kann, weil Christus mit dort direkter nah ist.
Ob die Leute, die aus dem Dom kommen, das verstanden haben? Die Antworten fallen weniger glaubensgewiß aus, aber nicht unbeeindruckt:
O-Ton 6 Collage
„Ich fand den Dom sehr schön mit der Kerzenbeleuchtung und mit dem Gesang, das fand ich sehr schön. Mal ganz anders.“
XIII 0’30 „Das Kerzenanzünden find ich jetzt schön und die Lieder, schöne Atmosphäre.“
XIV 0’10 „Wir sind grad dies Wochenende in Köln und da machen wir noch einen Rundgang durch die Altstadt, das hat sich grad so ergeben, [...] Ja, war nett.“
O-Ton 7 Pokall
Gut, [...] wir können nur das Angebot [...] geben, sich vor dem Herrn hinzuknien, in das Gebet zu kommen. [...] Wir wissen nicht die jeweiligen Hintergründe, die die Leute mitbringen.
O-Ton 8 Collage
„Das hab ich bisher das erste Mal erlebt, das kenn’ ich so noch nicht.“
„Aber jetzt nicht wegen dem Kirchenereignis, oder wie meiste das?“
„Doch ich find schon, dass das was besonderes ist. Doch ja.“
„Wegen den ganzen Kerzen, die da drin sind, die machen ne schöne Atmosphäre. Schönes Licht ist immer netter.“
„Und der Gesang.“
„Ja, super Gesang.“
„Ne, schon der Sinn, der dahinter steckt, neben dem Licht.“
Die Tagespost- 29.12.2007
Eucharistische Anbetung ist keinesfalls passé
"Unterwegs nach Sydney" - Wie junge Missionare Menschen für Christus gewinnen
(Von Anne Pelzer) - Anbetung ist sicher für viele Menschen heute ein Fremdwort, etwas, womit sie nichts anfangen können, oder vielleicht doch? Im Zuge des Weltjugendtags 2005 gab es in Anlehnung an das Motto „Wir sind gekommen, um Ihn anzubeten“ eine Initiative im Internet, die fragte: Was betest du an? Diese Frage kann sich jeder einmal stellen. Das Motto des Weltjugendtags 2005 zog sich zum einen durch das „Geistliche Zentrum“ in der Kölner Innenstadt, das durch die eucharistische Anbetung maßgeblich geprägt war, zum anderen bildete die Anbetung den Höhepunkt des Abends bei der Abschlussvigil auf dem Marienfeld. Seitdem sind zwei Jahre vergangen. Was ist nun daraus geworden? War der Weltjugendtag einzig ein großes Event, wie einen so manche Studie glauben lassen möchte? War das Thema „Anbetung“ danach wieder passé?
Nein, im Gegenteil. Die eucharistische Anbetung erlebt seitdem einen Aufschwung. Ein Beispiel dafür ist „Nightfever“. Vom Weltjugendtag begeistert fanden sich in Bonn junge Menschen zusammen und initiierten monatlich einen bis Mitternacht andauernden Anbetungsabend. Mittlerweile treffen sich auch in Köln, Erfurt, Trier, Mainz, Freiburg und Wuppertal jeden Monat junge Menschen, um den Herrn im Sakrament anzubeten und andere auf der Straße dazu einzuladen. Erstaunlich dabei ist, dass gerade Menschen, die der Kirche eher fernstehen, kommen, um in der Kirche eine Kerze anzuzünden. Viele sind berührt, ergriffen, Tränen stehen in ihren Augen. Sie spüren, dass hier eine außergewöhnliche Begegnung stattfindet, die jeden ganz persönlich betrifft und meist zum Nachdenken über das eigene Leben anregt: Was bete ich an? Was ist mir wichtig? Bin ich glücklich?
Diese Erfahrung, die viele Menschen aller Altersstufen im Innersten anrührt, ist ein Geschenk. Sie bestätigt auch alle, die Monat für Monat dazu beitragen, dass dieser Anbetungsabend durchgeführt werden kann. Auch die Helfer findet man immer wieder unmittelbar vor dem Allerheiligsten, da sie hier Kraft schöpfen, um ihrer jeweiligen Aufgabe nachzugehen, ganz besonders, wenn sie immer wieder Menschen auf der Straße ansprechen und einladen.
In der Öffentlichkeit Zeugnis für seinen Glauben abzulegen, erfordert Mut und einen festen Halt im Glauben, besonders in der Eucharistie. Diese Erfahrung hat auch die Jugend 2000 in Köln bei ihrer Straßenmission gemacht, die nach dem Weltjugendtag begann. Parallel zur Straßenmission, „ChristoVia“ genannt, wird immer eucharistische Anbetung in der nahe gelegenen Kirche „St. Maria in der Kupfergasse“ gehalten. Diese Kraftquelle benötigen die jungen Missionare, da sie natürlich nicht nur auf positive Reaktionen bei ihren Mitmenschen stoßen, wenn sie diese für die katholische Kirche zu begeistern versuchen. Auch die monatliche Anbetungsstunde der Jugend 2000 „OneHour“, die aber schon lange vor dem Weltjugendtag in Köln existierte, gehört hierbei zu einem grundlegenden Bestandteil des geistlichen Lebens. So ist die Anbetung Grundlage für das Zeugnis eines jeden Christen. Dementsprechend schließt sich auch das Motto des Weltjugendtags in Sydney daran an: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird, und ihr werdet meine Zeugen sein.“ (Apg 1, 8)
Kölnische Rundschau - 04.12.2007
Redaktionsgespräch mit Dompropst Norbert Feldhoff
Unter anderem über Nightfever
[...]
[Kölnische Rundschau:] Jetzt gibt es das „Nightfever“, um junge Leute wieder in den Dom zu holen.
[Dompropst:] Die kommen nicht nur in den Dom, sondern zur Anbetung, zum Gebet, und im Chorumgang sitzen Priester auf Stühlen, bei denen Jugendliche beichten. Einige aus der Gruppe, die die Nacht organisieren, gehen vor den Dom und sprechen Leute an, ob sie nicht zu dieser Anbetung kommen wollen; das ist echt ein missionarischer Akzent.
[...]
Erzbistum Köln - 26.10.2007
Neue Strukturen im Erzbistum Köln
Statement des Erzbischofs bei der Pressekonferenz
PEK (071026) [...] Ziel ist vielmehr, dass Haupt- und Ehrenamtliche gemeinsam den Rahmen definieren, in dem sie in den nächsten Jahren zusammenarbeiten wollen, und vor allem die Schwerpunkte der seelsorglichen Arbeit festlegen.
Lassen Sie mich dazu einige Beispiele nennen: Die Feier der Eucharistie ist die Lebensmitte jeder Gemeinde. Hier schenkt uns Gott den, den wir uns nicht machen können: Jesus Christus. Doch beschränkt sich die Liturgie nicht darauf. Seit Jahren stellen wir fest, dass die Vielfalt der Gottesdienstformen wieder zunimmt.
So hat sich zum Beispiel in der Folge des Weltjugendtages an mehreren Orten in unserem Erzbistum die Aktion „nightfever“ etabliert: Kirchen sind zu nächtlicher Stunde für junge Menschen geöffnet, es gibt Gelegenheit zum Gebet - auch zur Beichte - es gibt Musik, es gibt Gespräche, es gibt eine Atmosphäre, die viele junge Menschen so zum ersten Mal erfahren. Wenn „nightfever“ hier im Kölner Dom stattfindet, machen Hunderte Jugendliche eine spirituelle Erfahrung. Das heißt nicht, dass sie deswegen anschließend jeden Sonntag zur Kirche kämen, aber es ist ein Angebot, das sie mit Christus in Berührung bringt. [...]
Kölner Kirchenzeitung - 26.10.2007
Aus 'Nachtlicht' wurde 'Nightfever'
Gläubige versammelten sich zu Anbetung und Lobpreis
GUMMERSBACH. Die Aktion 'Nachtlicht' der katholischen Jugend im Oberbergischen Kreis war vielen bekannt. Daraus ist 'Nightfever' geworden und das hat am Zuspruch nichts geändert. Gläubige aus dem gesamten Oberbergischen Kreis kamen jetzt in St. Franziskus zusammen, um gemeinsam heilige Messe zu feiern, zu singen und zu bete.
'Nightfever' ist die neue Form des schon seit Jahren in Gmmersbach bekannten 'Nachtlicht'. "Wir haben 'Nightfever' bei Besuchen in Bonn kennengelernt. Dort fand sich nach dem Weltjugendtag eine Gruppe junger Menschen zusammen, die den Geist dieser Tage in den Gemeinden lebendig halten wollten", erläutert Diakon Norbert Kriesten. "Da wir auh unser 'Nachtlicht' weiterentwickeln wollten, haben wir uns entschlossen, uns der an mehreren Orten im Erzbistum schon eingeführten Aktion 'Nightfever' anzuschließen."
Der Abend beginnt immer mit einer heiligen Messe. Während anschließend einige Jugendliche die Kirche festlich umgestalten, wird der weitere Verlauf des Abends erklärt. Eine hell erleuchtete Monstranz steht auf dem Altar, rote und weiße Tücher als Zeichen von Blut und Wasser liegen bis zu den Altarstufen und viele Kerzen brennen. Der Chor stimmt einen Lobpreis mit modernem geistlichen Liedgut an, bei dem die Anwesenden schnell mitsingen.
Zur anschließenden Anbetung werden die Lichter gelöscht, und die Gläubigen haben die Möglichkeit, ihre Kerzen zum Altar zu bringen und dort niederzuknien. Zeiten der Stille wechseln sich mit Gebeten und feierlichem Gesang ab. "Hauptanliegen ist es, die Menschen einzuladen, zum Herrn zu kommen und sich von ihm berühren zu lassen", so Kriesten. Es besteht die Möglichkeit, Wünsche und Gedanken auf einen Zettel zu schreiben und in eine Gebetsbox zu werfen. Diese wird den indischen Ordensschwestern zum Gebet übergeben.
Die nächsten Termine für 'Nightfever' im Oberbergischen sind der 11. November und der 9. Dezember. Um 18 Uhr beginnt die heilige Messe, ab 19 Uhr findet Lobpreis und Anbetung statt. Anschließend gibt es eine Agape in der 'Alten Bücherei'. HC
Kölner Stadtanzeiger - 20.09.2007
Folgen Sie der Kerzenstraße ...
Nightfever ist, wenn nachts im Dom ein Lichtlein brennt
Was nach Party klingt, soll besinnlich zusammenführen:
Die Nightfever-Nächte im Kölner Dom
VON SIMONE SNYDERS
"Darf ich Ihnen ein Teelicht schenken?" Mit dieser Frage beginnt für gewöhnlich ein Nightfever-Abend im Kölner Dom. Jeden dritten Samstag im Monat findet im Dom von 18 bis 24 Uhr ein Programm statt, das besonders Jugendliche ansprechen soll.
Es ist dunkel im Dom. Nur ein paar Kerzen erhellen den Weg zum Hochaltar. "Folgen Sie einfach der Kerzenstraße", werden die Besucher am Eingang angewiesen. Die Atmosphäre ist ruhig und ein wenig feierlich. Ein kleiner Chor setzt immer wieder zu christlichen Gesängen an, der ein oder andere Bibelvers wird vorgelesen. Angekommen am Hochaltar bietet sich die Möglichkeit, sein Teelicht anzuzünden und auf die Treppen vor dem heiligen Dreikönigsschrein zu stellen.
Zwischen den Touristen, den Familien mit kleinen Kindern und den älteren Menschen sind auch erstaunlich viele Jugendliche zu sehen. Daniel Rütz und seine Kumpel vom Jugendraum Schmidtheim aus der Eifel gehört zu denen, die nicht nur ihre Kerze aufstellen und dann gleich wieder gehen, sondern einen Augenblick vor den Stufen knien oder im Gestühl des Hochaltars Platz nehmen. "Als wir draußen angesprochen wurden, haben wir uns entschlossen, kurz rein zugehen, eine Kerze anzuzünden und einen Augenblick nachzudenken."
So wie den Jugendlichen aus der Eifel ergeht es vielen jungen Leuten. Auch wenn sie sich selbst nicht als gläubig einstufen würden, nehmen sie gern eine Kerze, um sie vor dem Hochaltar zu platzieren. Wenn es nicht der Glaube ist, der sie in den Dom führt, dann ist es die Neugier. Für gewöhnlich hat der Dom schließlich nicht bis Mitternacht geöffnet.
Der zwanglose Umgang mit dem Glauben, die einfache Einladung eine Kerze aufzustellen, kommt bei vielen gut an. Hier haben sie nicht das Gefühl, in die Kirche gedrängt zu werden, sondern selbst entscheiden zu können, was sie hier tun und wie lange sie bleiben möchten. Die Veranstaltung soll auch ein Anstoß sein, sich wieder mehr mit der katholischen Kirche auseinanderzusetzen. "Die Freude am Glauben, die am Weltjugendtag wie ein Nebel in der Luft lag, soll weitergetragen werden", sagt Gabi Pokall aus dem Nightfever-Team.
Im Kontrast zu dem überwältigenden Andrang am Weltjugendtag steht die Tatsache, dass der Glaube und das Bekenntnis zur Kirche für viele Jugendliche nicht selbstverständlich ist. "Glaube ist unter jungen Menschen quasi noch immer ein Tabuthema", sagt auch Lydia Stiglitz (19). Sie ist der festen Überzeugung, dass Nightfever Früchte tragen wird. "Gottes Wege sind unerklärlich. Wer weiß, dem einen oder anderen gefällt diese Aktion vielleicht so gut, dass er sich wieder mehr mit der Kirche beschäftigen möchte."
Neben der Gelegenheit zum gemeinsamen Beten besteht Möglichkeit zur Beichte oder zum Gespräch mit einem Priester. Für jeden sichtbar sitzen sie im Chorumgang des Domes, neben sich einen Stuhl, auf dem jeder Platz nehmen kann, der beichten oder einfach nur reden möchte.
Gegen 21 Uhr wirde eine Katechese gelesen. Stadtdechant Johannes Bastgen erklärt das Gleichnis vom verlorenen Schaf. Zur Untermalung seines Vortrages hantiert er mit einem großen Plüschschaf. Etwas merkwürdig sieht der große Mann in der schwarzen Soutane mit dem Stoffschaf um den Hals schon aus. Ein Blick in die Gesichter der Anwesenden verrät aber eher aufmerksames Zuhören als Ablehnung.
Gegen Ende des Abends leuchten mehr als 1000 Kerzen auf den Stufen. Sie stehen für den Erfolg von Nightfever. Der nächste Nightfever Abende im Kölner Dom findet am 17. November statt. Neben den Veranstaltungen in Köln gibt es Nightfever auch in vielen weiteren deutschen Städten, darunter Bonn, Erfurt, Freiburg, Mainz.
www.nightfever-online.de
Erzbistum Köln - 12.09.2007
„Nightfever“ wieder im Kölner Dom
PEK (070912) – Am kommenden Samstag, 15. September, findet im Kölner Dom wieder die Aktion „Nightfever“ statt. Von 18 bis 24 Uhr sind junge Menschen zu Gebet, Gottesdienst und Austausch eingeladen. Nach dem einleitenden Rosenkranzgebet feiert Stadtdechant Prälat Johannes Bastgen um 18.30 Uhr die Heilige Messe, die vom Jugendchor St. Stephan mitgestaltet wird. Eine eucharistische Anbetung und die Straßenmission schließen sich an. Um 21 Uhr hält Prälat Bastgen eine Jugendkatechese, anschließend besteht in der Tradition des Weltjugendtages Gelegenheit zu Gespräch und Besinnung. Der Abend endet mit der Komplet und dem eucharistischen Segen. Dazu ist jeder willkommen. – Nach dem erfolgreichen Start der Aktion „Nightfever“ in der Bonner Kirche St. Remigius kurz nach dem Weltjugendtag 2005 gibt es dieses Angebot inzwischen auch in anderen deutschen Städten. Information: www.nightfever-koeln.de.
Kirchenzeitung Köln - 31.08.2007
Sag mir, wo die Jugend ist?
Weihbischof Dr. Heiner Koch segnete neu gestalteten Papsthügel
[...] „Wer, der dabei gewesen ist, denkt nicht daran zurück, was hier an Wundern geschehen ist“, sagt Koch, der von „heiligem Boden“ spricht, auf dem man jetzt stehe. „Es waren Tage, an denen man spürte, dass Gott dabei ist, dass er uns führt.“ Bischof Koch sieht eine Antwort auf die Frage, was vom Weltjugendtag bleibt in den steigenden Zahlen der Erwachsenentaufen, den sinkenden Kirchenaustrittszahlen, den gestiegenen Wiedereintritten in die Kirche, in der Weggemeinschaft Procedamus wie auch in den Nightfever-Aktionen in vielen deutschen Städten. Koch rät „gottesbewusst zu leben“. Man müsse Gott auch sehen wollen. Viele Menschen sähen nur das, was sie erwarteten. Des Weiteren empfiehlt er, „zeitbewusst“ zu leben. „Versaubeutele deine Zeit nicht, denn jeder Moment ist eine Einladung Gottes der genutzt werden muss. Setz alles auf Gott!“ Und abschließend mahnt er seine Zuhörer „ewigkeitsbewusst“ zu leben. „Wie viele Menschen leben zukunftsblind. Das Leben ist die letzte Gelegenheit, auf das Evangelium hinzuleben.“ [...]
Erzbistum Köln / PEK - 18.04.2007 -> PDF-Datei
Aktion 'Nightfever' am 21. April wieder im Kölner Dom
PEK (070418) – Am kommenden Samstag, 21. April, findet von 18 bis 24 Uhr im Kölner Dom bereits die fünfte „Nightfever“-Aktion statt. Nach einer heiligen Messe um 18.30 Uhr besteht in der Tradition des Weltjugendtages Gelegenheit zu Gespräch, Besinnung und Gebet. Dazu ist jeder willkommen. – Nach dem erfolgreichen Start der Aktion „Nightfever“ in der Bonner Kirche St. Remigius kurz nach dem Weltjugendtag 2005 gibt es dieses Angebot inzwischen auch in anderen deutschen Städten und startet im Juni auch in Trier. Am vergangenen Samstag war bei „Nightfever“ in St. Remigius in Bonn überraschend Weihbischof Anthony Fisher aus Sydney (Australien) zu Gast, wo 2008 der nächste Weltjugendtag stattfindet.
Information: www.nightfever-koeln.de – Siehe auch „Berichte und Reportagen“
(Anmerkung der Nightfever-Redaktion: Weihbischof Anthony Fischer ist der Koordinator des Weltjugendtags 2008 in Sydney, also der direkte "Nachfolger" von unserem Kölner Weihbischof Koch, Generalsekretär des Kölner Weltjugendtags 2005.)
Remscheider Generalanzeiger - 03.03.2007
Seelenfrieden in tiefer Nacht
Kirche - Mit "Nightfever", einem regelmäßig stattfindenen Abend der Begegnung, soll der Geist des Weltjugendtages 2005 bewahrt werden. Von Peter Langer.
Kirchenzeitung Köln - 02.03.2007
Titelbild der Kirchenzeitung Nr. 9/07
Zum Titelbild:
Junge Menschen auf der Suche nach Gott und einer spirituellen Heimat.
Mit ungewöhnlichen Aktionen versuchen engagierte Christen, Suchenden einen Weg aufzuzeigen.
Ob Nightfever im Kölner Dom oder Jugendkomplet auf dem Siegburger Michaelsberg: Kreative Ideen bringen „Erfolge“.
Ein Erfolg für die Kirche sind die 59 Frauen und Männer, die sich in der Osternacht taufen lassen und jetzt ihre Zulassung zum Taufsakrament erhielten (siehe Seite 7/8). (Foto: Bkr)
© 2007 by Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln
Katholische Sonntagszeitung für Deutschland- 24.02.2007 - Nr. 8 - Seite 13
Kirchenzeitung Köln - 23.02.2007
Nightfever im Dom - Offen für Kirchenferne
KÖLN. (EB) Am Samstag, 23. Februar, laden zum dritten Mal Jugendliche und junge Erwachsene verschiedener Gemeinschaften und Fakultäten mit Priesteramtskandidaten von 18 bis 24 Uhr im Kölner Dom zu Gesang und Gespräch - kurz zu der Gebetsnacht Nightfever ein.
Vor dem in Kerzenlicht getauchten Dreikönigsschrein feiern die Teilnehmer dann zu Weltjugendtagsklängen, gehen auf die Domplatte und laden Passanten zu einem Besuch des Gotteshauses ein. Priester stehen für Gespräche bereit. Das dritte Nightfever wird durch die Auswahl der Gebete, Lieder und Texte ganz im Zeichen der Fastenzeit und Vorbereitung auf Ostern stehen.
Erzbistum Köln - Homepage - 21.01.2007
20. Januar: Zweites "Nightfever" im Kölner Dom
Zum zweiten Mal fand im Kölner Dom am Samstag, 20. Januar, von 18 bis 24 Uhr die Aktion "Nightfever" für junge Menschen statt - in der Tradition des Weltjugendtages. Nach einer Heiligen Messe war Gelegenheit zu Gespräch, Besinnung und Gebet www.nightfever-koeln.de
Kölnische Rundschau - 20.01.2007
"Nightfever" im Hohen Dom
Zur Jugendgebetsnacht mit dem Titel "Nightfever" laden Jugendliche und junge Erwachsene verschiedener Gebetsgemeinschaften für den heutigen Samstag von 18 bis 24 Uhr in den Dom. Hauptzelebrant der Messe um 18.30 Uhr ist Dompropst Dr. Nobert Feldhoff. Danach feiern die Jugendlichen vor dem von Kerzenschein erleuchteten Dreikönigsschrein und laden auf der Domplatte Passanten zum Besuch der Kathedrale ein.
Kölner Dom - Homepage - 20.01.2007
Zweites "Nightfever" im Kölner Dom
Zum zweiten Mal findet am kommenden Samstag, 20. Januar, von 18 bis 24 Uhr die Aktion "Nightfever" für junge Menschen im Kölner Dom statt. Um 18.30 Uhr feiert Dompropst Norbert Feldhoff die Heilige Messe, anschließend besteht in der Tradition des Weltjugendtages Gelegenheit zu Gespräch, Besinnung und Gebet. Dazu ist jeder willkommen. – Nach dem erfolgreichen Start der Aktion "Nightfever" in der Bonner Kirche St. Remigius kurz nach dem Weltjugendtag 2005 gibt es dieses Angebot inzwischen auch in anderen deutschen Städten. Information: www.nightfever-koeln.de.
Weitere Termine:
20.01.2007 18 - 24 Uhr
24.02.2007 18 - 24 Uhr
17.03.2007 18 - 24 Uhr
21.04.2007 18 - 24 Uhr
Die Tagespost - 20.01.2007
Nightfever im Kölner Dom und St. Martin in Freiburg
Am 20. Januar findet das zweite Nightfever im Kölner Dom statt. Die Hl. Messe mit Dompropst Dr. Norbert Feldhoff beginnt um 18.30 Uhr. Bis 24 Uhr halten die Weltjugendtagsbegeisterten wieder den Dom offen, um Kirchenferne anzusprechen. Am 27. Januar werden in der Innenstadtkirche St. Martin in Freiburg Studierende aller Fakultäten zu Anbetung, Gesang, Gebet, Gespräch und Beichte einladen. Nach der hl. Messe um 19.30 Uhr mit P. Ludwig OFM wird die Kirche ebenfalls bis 24 Uhr geöffnet sein.
Kirchenzeitung Köln - 19.01.2007
Nightfever im Dom - Offen für Kirchenferne
KÖLN. (EB) Am kommenden Samstag, 20. Januar, laden zum zweiten Mal Jugendliche und junge Erwachsene verschiedener Gemeinschaften und Fakultäten mit Priesteramtskandidaten von 18 bis 24 Uhr im Kölner Dom zu Gesang und Gespräch - kurz zu der Jugendgebetsnacht Nightfever ein. Hauptzelebrant der Messe um 18.30 Uhr wird Dompropst Dr. Norbert Feldhoff sein.
Vor dem in Kerzenlicht getauchten Dreikönigsschrein feiern dann zu Weltjugendtagsklängen die Teilnehmer, gehen auf die Domplatte und laden Passanten zu einem Besuch des Gotteshauses ein. Priester stehen für Gespräche bereit. Infos: www.nightfever-koeln.de
PEK (Erzbistum Köln) - 18.01.2007
Zweites "Nightfever" im Kölner Dom
PEK (070118) – Zum zweiten Mal findet am kommenden Samstag, 20. Januar, von 18 bis 24 Uhr die Aktion "Nightfever" für junge Menschen im Kölner Dom statt. Um 18.30 Uhr feiert Dompropst Norbert Feldhoff die Heilige Messe, anschließend besteht in der Tradition des Weltjugendtages Gelegenheit zu Gespräch, Besinnung und Gebet. Dazu ist jeder willkommen. – Nach dem erfolgreichen Start der Aktion "Nightfever" in der Bonner Kirche St. Remigius kurz nach dem Weltjugendtag 2005 gibt es dieses Angebot inzwischen auch in anderen deutschen Städten. Information: www.nightfever-koeln.de
Domradio - 31.12.2006
Joachim Kardinal Meisner
im großen domradio-Interview zum Jahresende
[...] domradio: Welche Ereignisse in Deutschland haben Sie 2006 besonders bewegt?
Joachim Kardinal Meisner: Das sind eher "kleinere Dinge" gewesen, wie die Jugendgebetsnacht "Nightfever" und andere Aktionen junger Christen. Dass sich junge Christen heute nicht mehr mit "BlaBla" zufrieden geben, sondern von der Quelle des Glaubens Jesus Christus leben wollen - das hat mich schon sehr bewegt. [...]
PEK (Erzbistum Köln) - 29.12.2006
Kirchenzeitung Köln Nr. 1 vom 05.01.2007
Sylvesterempfang beim Erzbischof
...im Kölner Dom erfolgreich gestartete Aktion "Nightfever"...
[...] Einigen Raum nahmen in dem Jahresrückblick die Nachwirkungen des Weltjugendtages von 2005 ein, die sich 2006 fortsetzten. Im Gegensatz zu einer jüngeren Politikeräußerung, wonach die Renaissance der Religion nur ein „Feuilleton-Phänomen“ sei, belegte Dompropst Feldhoff anhand der in Bonn und nun auch im Kölner Dom erfolgreich gestarteten Aktion „Nightfever“ und anhand des statistischen Trends, dass mehr dahinter steckt. [...]
Komma (MM-Verlag.com) - Nr. 37/2006
Editorial - Auszug
[...] Die Geburt von "Nightfever", eine monatliche Abendveranstaltung in mehreren deutschen Städten, bei denen Hunderte Jugendliche zum Gottesdienst, Gebet und zu Vorträgen für einige Stunden regelmäßig zusammenkommen. Eine Initiative aus der Begeisterung des Weltjugendtags geboren, ohne Pfarrstrukturen und ohne kirchliche Bürokratie. [...]
S. 88 - GLAUBE KIRCHE LEBEN
"Nightfever"
Anbetung, Feier des Glaubens, Straßenmission
Die Weltjugendtagsbegeisterung lebt fort und steckt junge Menschen in ganz Deutschland an. Ob Kölner Dom, Mainzer Priesterseminar, Freiburger St. Martins Kirche oder Erfurter St. Lorenz-Kirche - Nightfever ist eine Veranstaltung, bei der junge Menschen aus nah und fern zusammenkommen, um Gott zu begegnen. Die Initiative, die nicht von der Kirche organisiert ist, sondern allein auf privatem Engagement beruht, ist hierbei für alle offen. Entsprechend buntgemischt ist die Teilnehmerschar bei Nightfever-Treffen: junge Menschen zwischen 14 und 30, Gläubige und Zweifelnde finden hier zusammen.
von Andreas Süß
Wer am Samstag nach einem Theater-, Opern oder Restaurantbesuch durch die Bonner und mittlerweile auch Kölner, Mainzer, Freiburger oder Erfurter Innenstadt schlendert, kann Verwunderliches erleben, denn vielleicht wird er von jungen Erwachsenen überrascht und angesprochen. Nach dem Weltjugendtag im letzten Jahr waren sich Katharina Fassler von der Gemeinschaft Emmanuel und Andreas Süß, Priesteramtskandidat des Erzbistums Köln, gemeinsam mit vielen Studierenden und jungen Erwachsenen ganz verschiedener geistlicher Gemeinschaften, Studienrichtungen, mit Laien und Priesteramtskandidaten unterschiedlicher Bistümer einig: Der Weltjugendtag muß weitergetragen werden! Ermutigt durch die geistlichen Zentren, die sehr guten Zulauf hatten, fanden sie in P. Richard Stefaniuk OFM Unterstützung, einmal im Monat einen Gebetsabend im Anschluß an eine Heilige Messe zu feiern.
"St. Remigius war während des Weltjugendtages ein Geistliches Zentrum der Italiener uns so ließ sich die Gemeinde sehr gerne auf unser Abenteuer ein, Menschen, die sonst keinen Kontakt mehr mit Kirche haben, neue Schritte auf Gott hin wagen zu lassen!" so Andreas Süß. "Die Gemeinde half uns von Anfang an im Gebet und durch Kuchen- und Sachspenden, denn wir beginnen bereits nachmittags mit den Proben für Chor und Instrumente, vor allem aber auch mit Impulsen zur Anbetung, Beichte, Straßenmission und Eucharistie, denn unsere 60 Mitarbeiter tanken an jedem monatlichen Nightfever-Abend auch selbst neue Kraft für ihren Alltag, nehmen sich selbst Zeit, eine Stunde anzubeten." Und Christopher Jelen, Freisemesterstudent aus Freiburg, ergänzt: "Wir gehen nach der Heiligen Messe auf die Straßen und Plätze, um den Passanten die Barmherzigkeit und Liebe Gottes nahezubringen, die wir selbst beim Weltjugendtag vor einem Jahr gespürt haben!" "Wir erleben uns trotz aller Vorbereitung bei jedem Nightfever als Beschenkte!", stimmt Mitinitiatorin Katharina Fassler zu. "Es ist für uns immer wieder ein Wunder, wie Gott durch uns wirken möchte, wie viele Menschen einen neuen Zugang zur Kirche und den Sakramenten finden, die jahrelang nicht mehr ein Gotteshaus betreten haben!"
Das Wirken des Heiligen Geistes ist in St. Remigius tatsächlich erfahrbar: Sieben Priester sind von 19.00 bis 24.00 Uhr im lebendigen Gespräch mit Gläubigen aller Generationen. Immer wieder kommen Passanten in die Kirche. Besucher werden zu Helfern. Über sechzig Aktive bereiten Nightfever jeden Monat vor. Die Begeisterung für Christus treibt die jungen Erwachsenen über die Grenzen des Erzbistums Köln hinaus: Nightfever gibt's nun schon - nach einer ersten Starthilfe durch einige Bonner - seit dem 18. August 2006 in der Innenstadtkirche St. Martin in Freiburg (nightfever-freiburg.de), wo Andreas Süß eine Zeit lang an der Universität gearbeitet hat.
Nach dem nächsten Nightfever in Bonn am 1.12.2006 (www.nightfever-bonn.de), werden am 2. Dezember junge Christen in Erfurt in der St. Lorenz-Kirche ihren Glauben feiern und auf den Straßen und Plätzen verkünden (www.nightfever-erfurt.de). Am 16.12.2006 beginnen sogar zeitgleich zwei Initiativen mit einem Nightfever-Anbetungsabend in zwei ebenfalls ganz verschiedenen Gemeinschaften: im Kölner Dom (www.nightfever-koeln.de) und im Mainzer Priesterseminar (www.nightfever-mainz.de). Bis 24.00 Uhr laden sie dann ein, Gott zu begegnen.
"Das Geheimrezept von Nightfever ist vielleicht, daß wir ganz im Gebet jede Planung angehen und Gott fragen, was ER in dieser Stadt bewirken möchte. Vor allem ist es faszinierend zu sehen, wie ganz verschiedene Gruppen und Menschen hier harmonisch zusammenwirken, da sie selbst vom Heiligen Geist begeistert sind! Jeder Abend ist dann anders. Menschen kommen von nah und fern, um IHM zu begegnen, denn ER macht bei uns Programm!", freut sich Andreas Süß.
Aus der einhelligen Auffassung, der Weltjugendtag müsse weitergetragen werden, die Angehörige ganz verschiedener geistlicher Gemeinschaften und Studienrichtungen, Laien und Priesteramtskandidaten unterschiedlicher Bistümer teilten, entstand die private Initiative "Nightfever".
"Nightfever" in Bonn weckt neues Interesse an Gott, am Glauben und Gebet und an der Katholischen Kirche.
Kirchenzeitung Köln - 22.12.2006
Gebet um Mitternacht
1500 Jugendliche kamen zum ersten "Nightfever" in den Dom
KÖLN. Die einen gingen lieber einkaufen, andere eilten mit schweren Tüten durch den strömenden Regen nach Hause. Doch rund 1500 Jugendliche ließen sich einladen, an der Jugendgebetsnacht "Nightfever", die am Vorabend des driten Adventssonntags im Kölner Dom stattfand, teilzunehmen. Nach einem stimmungsvoll gestalteten Gottesdienst zur Eröffnung - die Jungen und Mädchen der Domsingschule hatten die Mess mit vorbereitet - machten sich rund 70 Helfer auf den Weg und verteilten Kerzen an junge Menschen auf der Domplatte. Sie luden sie damit zum stillen Gebet am Hochchor, direkt am Dreikönigsschrein, ein. Lichter am Boden wiesen den Besuchern den Weg durch den nur spärlich beleuchteten Dom. Im Hochchor wurde die Möglichkeit zum Gebet, zur Meditation oder zum Gespräch mit Seelsorgern gegeben. Mit einer Komplet und dem eucharistischen Segen endete die Gebetsnacht um Mitternacht. "Nightfever" soll ab jetzt jeden dritten Samstag im Monat stattfinden. Am 20. Januar steht der Dom wieder offen für Gebet, Gesang und Begegnung. RUM
Kölner Stadtanzeiger - 19.12.2006
Christen beten nachts im Dom
VON CHANTAL TAJDEL
Sarah und Nadine haben sich auf das Angebot eingelassen: Mit Kerzen in ihren Händen betreten sie den Dom und folgen dem Lichterweg bis zum Hochaltar. Der Innenraum vor dem Dreikönigsschrein ist stimmungsvoll nur durch Kerzen und indirektes Licht beleuchtet. Dort stellen die beiden Leverkusenerinnen ihre Kerzen ab, gesellen sich zu den anderen Jugendlichen und lauschen der Musik. „Der Weltjugendtag war wie ein Anstoß“, sagt Andreas Süß Mitinitiator von „Nightfever - Jugend im Dom“, der die Veranstaltung kurz nach dem Weltjugendtag in Bonn mit ins Leben rief. „Die Begeisterung dieser Tage versuchen wir mit Nightfever weiterzutragen“, so der Priesteranwärter weiter, „viele Menschen erleben die Kirche an diesen Abenden offen, begeistert und jung.“ Auch Weihbischof Heiner Koch und Dompfarrer Johannes Bastgen mischen sich an dem Abend unter die Betenden.
Knapp 1500 Menschen haben sich vom „Nightfever“-Team vor dem Nordportal ansprechen lassen. Viele tragen ihre Weihnachtseinkäufe bei sich, einige sind auf dem Weg zu einer Party. „Das Geheimnis von Nightfever ist die Niederschwelligkeit“, sagt Süß. „Alles kann, nichts muss.“ So nutzen viele Besucher das Angebot, mit den acht Priestern im Chorumgang ins Gespräch zu kommen oder die Beichte abzulegen. Im Raum vor dem Hochaltar herrscht ein ständiges Kommen und Gehen - wer will, bleibt länger, wen es weiterdrängt stellt nur seine Kerze ab und geht. „Das besondere ist, dass die Veranstaltung nicht frömmelnd ist“, loben Sarah und Nadine.
„Nightfever“ wird künftig an jedem dritten Samstag im Dom stattfinden. Der nächste Termin ist am 20. Januar 2007. Von 18 bis 24 Uhr ist der Dom dann für die Besucher geöffnet. www.nightfever-koeln.de
Domradio - 18.12.2006 (Mit Audio-Beiträgen!)
"Nightfever" im Kölner Dom
Monatliche Jugendgebetsnacht am Samstag gestartet
Im Kölner Dom hat am Samstag der Auftakt der neuen Jugend-Gebetsnacht-Reihe "Nightfever" stattgefunden: Mit Gottesdienst, Gebeten, Gesprächen und Musik hatte das Erzbistum am Abend vor allem kirchenferne junge Menschen ansprechen wollen. Bis Mitternacht stand der Dom allen Passanten offen, die das Gotteshaus still erlebten, beteten oder der Musik lauschten sowie mit den Seelsorgern Gespräche über Fragen des Glaubens oder des Lebens führten. Außerdem gab es die Gelegenheit zur Beichte. Um den Dom herum gingen Priesteramtskandidaten, Jugendliche und Schüler auf die Menschen zu, verschenkten Kerzen und luden ein, den Dom zu besuchen.
Die jungen Christen wollten "den Menschen die Freude und Barmherzigkeit Gottes schenken, die sie selbst beim Weltjugendtag erfahren durften!", freute sich Andreas Süß im Vorfeld, einer der Initiatoren des Projektes "Nightfever". Eine solche Gebetsnacht wurde in Bonn direkt nach dem Weltjugendtag ins Leben gerufen und erfreut sich seitdem monatlich wachsenden Erfolges. Nun wird einmal im Monat auch im Kölner Dom bis Mitternacht gebetet.
Erfolg nach Bonn auch in Erfurt und Freiburg
Die Gebetsnacht „Nightfever" wurde in Bonn von Katharina Fassler von der Katholischen Gemeinschaft Emmanuel und Andreas Süß, Priesteramtskandidat aus dem Erzbistums Köln, vor über einem Jahr direkt nach dem Weltjugendtag ins Leben gerufen. Am ersten Samstag im Dezember fand sie jetzt auch zum ersten Mal in Erfurt statt. Der Theologiestudent Johannes Söhn hatte in seinen Freisemestern in Bonn „Nightfever" kennengelernt, unterstützt, die Idee mit nach Erfurt gebracht und dort mit vielen Helfern gestartet. Bereits im vergangenen August fand das erste „Nightfever" in der Freiburger Innenstadtkirche St. Martin statt.
Wie alles anfing
„Nach dem Weltjugendtag haben mich viele Leute, die der Kirche eigentlich fern stehen gefragt: Warum geht es nun nicht weiter?" berichtet erklärt Süß. Dies sei Anstoß gewesen, das Geistliche Zentrum der Italiener - St. Remigius in der Bonner Innenstadt - mit Studierenden verschiedener Fakultäten und geistlicher Gemeinschaften neu zu beleben. Die Gemeinde habe von Anfang an mitgemacht und durch Gebet und Kuchenspenden die jungen Missionare unterstützt. Denn bereits nachmittags stimmen sich die Helfer mit Gesängen und Gotteslob auf Ihre Aufgabe ein, die Menschen für Christus zu begeistern.
"Nun dürfen wir sogar im Dom gemeinsam Gott anbeten, wie beim Weltjugendtag: ‚Wir sind gekommen, um ihn anzubeten' lautete das Motto, das „Nightfever" übernommen hat", freuen sich die Initiatoren Smarzoch und Süß. An keinem anderen Ort in Deutschland hat dies wohl eine so große Bedeutung wie im Kölner Dom, am Dreikönigenschrein. „Wir sind sehr glücklich, dass wir hier nun jeweils am dritten Samstag im Monat Gott gemeinsam mit vielen anderen feiern dürfen." (dr,PEK)
Bild-Zeitung - Seite 3 - 18.12.2006
Saturday Nightfever im Dom
Über 1500 Jugendliche kamen zum Beten und Beichten in die Kathedrale
Von MIRJAM SIEGFRIED und PAUL ZINKEN (Fotos)
Samstag Abend, fast 20 Uhr. Endspurt Weihnachts-Shopping. Hektik und Drängelei auf der Domplatte. Rund ums Nordportal wird's laut. "Hey, wollt ihr Jesus treffen? Kommt mit uns, feiert Nightfever", rufen ein paar Jugendliche vorbeieilenden Altersgenossen zu. Sie verteilen Kerzen und laden in den Dom ein - zur ersten Jugend-Gebetsnacht.
Viele werden neugierig. Wie Simone (31) und Meike (28) - eigentlich auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt.
Ruheoase Dom. Eine Kerzenstraße am Boden weist den Weg zu Gott. Hunderte Teenager knien und beten am Hochaltar vor dem Schrein der Drei Könige. Jugendseelsorger Mike Kolb: "Viele ziehen nach dem Nachtgebet weiter in die Disco. Frömmigkeit plus Jugendseelsorge. Was hier stattfindet, hat Modellcharakter. Viele suchen Halt - gerade jetzt im Advent."
Im Chorumgang sitzen Priester zur Beichte bereit. Alle Stühle neben ihnen sind belegt. Davor stehen Warteschlangen mit jungen Leuten.
Die Idee zu Nightfever entstand beim Wein. Priesterkandidat und Veranstalter Andreas Süß "Wir starteten im Oktober in St. Remigius in Bonn. Bald darauf gabs's auch in Erfurt und Freiburg monatliche Gebetsnächte." Am Samstag kamen Mainz und Köln dazu.
"Sechs Stunden Anbetung vor dem Allerheiligsten. Wer hätte gedacht, dass Jugendliche da mitmachen", sagt Süß. Doch es klappte. Bis 24 Uhr wurde gebetet, gebeichtet und gesungen. Mehr als 1500 schauten vorbei.
[Großes Foto mit Kerzenmeer und betenden jungen Menschen am Hochaltar] -
1500 Jugendliche trafen sich zu Eucharistischen Anbetung am Hochaltar im Dom
[Foto mit Pfr. Mike Kolb] - Begeisterte die Jugendlichen mit seiner Katechese: Diözesanjugendseelsorger Mike Kolb
[Foto mit jungen Leuten] - Wollten ursprünglich zum Weihnachtsmarkt - landeten im Dom: Simone und Meike
[Foto am Nordportal des Doms] - 80 Ehrenamtliche verteilten am Samstag Abend Kerzen und Flyer an Vorbeiziehende
[Foto mit Beichtgespräch im Chorumgang des Doms] - Pater Benoit während der Beichte mit einer jungen Frau
Nächster "Nightfever"-Termin am 20. Januar (18 - 24 Uhr, www.nightfever-koeln.de )
Kölnische Rundschau - 18.12.2006
Jugend mit dem Glauben angesteckt
(VON MARIANNE BUNZEL) „Darf ich Ihnen eine Kerze schenken?“ Ausgerüstet mit einer ganzen Palette Teelichter und einem Stapel Bibelsprüchen lud der 19-jährige Bruno Velleca die Passanten zu einem spätabendlichen Besuch in den Dom ein. Für die Jugendgebetsnacht „Nightfever“ blieben die Tore der Kathedrale nach der Abendmesse am Samstag bis 24 Uhr geöffnet. Vor allem junge, kirchenferne Menschen wollten Velleca und rund 70 weitere freiwillige Helfer mit der Aktion ansprechen. Zwischen Weihnachtseinkäufen und Disko-Besuch sollten sie den Weg in die Kirche finden.
„Nightfever“ wurde nach dem Weltjugendtag in Bonn ins Leben gerufen, in Köln hatte die Gebetsnacht jetzt Premiere. „Die Begeisterung vom Weltjugendtag muss weitergehen, wir wollen die ganze Stadt mitreißen“, sagte Andreas Süß einer der Initiatoren. So erklärt sich auch der Name: „Fever“ bedeutet Fieber, und das ist bekanntlich ansteckend. Manche Passanten reagierten skeptisch. „Wir müssen zum Beten nicht in die Kirche kommen“, bekamen Bruno Velleca und seine Mitstreiter an diesem Abend öfter zu hören. Dennoch konnten die jungen Christen viele mit ihrer Begeisterung anstecken. Rund 1500 Besucher kamen an diesem Abend in den Dom.
Denise Jonas (23) und ihre Schwester Michaela (19) aus Meißen genossen die besondere Atmosphäre. Statt des üblichen Gedränges herrschte Ruhe, Kerzen wiesen den Weg durch das spärlich beleuchtete Kirchenschiff, aus dem Chorraum klang leise Harfenmusik. Viele knieten sich zum Beten oder Meditieren auf den Boden, anderen suchten das Gespräch mit Seelsorgern.
Auch Michaela und Denise stellten ihre Kerzen auf die Stufen zum Hochaltar. „Wunderschön“, waren sie sich einig, doch die beiden bleiben nur kurz - sie mussten den Zug nach Wuppertal erwischen.
„Wir sind sehr zufrieden, dass wir so viele Menschen ansprechen und zu Christus führen konnten“, sagte Andreas Süß. Künftig soll die Gebetsnacht an jedem 3. Samstag im Monat stattfinden. Für den nächsten Termin am 20. Januar suchen die Veranstalter noch mehr freiwillige Helfer. - www.nightfever-koeln.de
RPR1.de - 17.12.2006 -> Radio-Mitschnitt
Premiere: Bonner Nightfever goes Kölner Dom
"Mach die Nacht zum Tag, komm zu " NIGHTFEVER " – na, wenn das keine verführerische Einladung zu einem Samstagabendgottesdienst ist! In der Bonner Remigiuskirche lebt das Weltjugendtagsfeeling weiter bei Gottesdienst, Gebet, Gesang und Gespräch. Eine Erfolgsrezept, bei dem auch ganz offensiv Passanten eingeladen werden mitzumachen, die gerade unterwegs sind in der Bonner City und nichts ahnend vorbeikommen. Und eine Erfolgsgeschichte, die gestern Abend sogar zur Premiere in der Kathedral- und Bischofskirche geführt hat: im Kölner Dom!
Koeln.de - 12.12.06
Gottesdienst, Gebete, Musik und Gespräche für Jugendliche
"Nightfever" im Kölner Dom
Im Kölner Dom startet am Samstag, den 16. Dezember, mit "Nightfever" eine Jugend-Gebetsnacht: Mit Gottesdienst, Gebeten, Gesprächen und Musik sollen ab 19:30 Uhr Jugendliche und vor allem "kirchenferne" junge Menschen angesprochen werden.
Bis Mitternacht steht der Dom allen Passanten offen, die das Gotteshaus still erleben, beten oder der Musik lauschen möchten sowie mit den Seelsorgern Gespräche über Fragen des Glaubens oder des Lebens führen möchten. Auch die Gelegenheit zur Beichte ist gegeben. Um den Dom herum gehen Priesteramtskandidaten, Jugendliche und Schüler auf die Menschen zu, verschenken Kerzen und laden ein, den Dom zu besuchen.
Mit der Jugend-Gebetsnacht möchte man in Köln an die erfolgreichen Gebetsnächte in Bonn anknüpfen, die sich in der St. Remigius-Kirche nach dem Weltjugendtag etabliert haben. Das an Jugendliche gerichtete Angebot kam dort auch bei älteren Menschen sehr gut an. (Foto: ddp)
PR-Inside - 15.12.06
Erzbistum will vor allem kirchenferne junge Menschen ansprechen
Jugend-Gebetsnacht am Samstag im Kölner Dom
(PR-inside.com 15.12.2006 10:33:19) - Im Kölner Dom findet am Samstag mit 'Nightfever' eine Jugend-Gebetsnacht statt: Mit Gottesdienst, Gebeten, Gesprächen und Musik sollen nach Angaben des Erzbistums ab 19.30 Uhr vor allem kirchenferne junge Menschen angesprochen werden.
Köln (ddp-nrw). Im Kölner Dom findet am Samstag mit 'Nightfever' eine Jugend-Gebetsnacht statt: Mit Gottesdienst, Gebeten, Gesprächen und Musik sollen nach Angaben des Erzbistums ab 19.30 Uhr vor allem kirchenferne junge Menschen angesprochen werden. Bis Mitternacht stehe der Dom allen Passanten offen, die das Gotteshaus still erleben, beten oder der Musik lauschen sowie mit den Seelsorgern Gespräche über Fragen des Glaubens oder des Lebens führen möchten. Auch gebe es die Gelegenheit zur Beichte. Um den Dom herum gehen Priesteramtskandidaten, Jugendliche und Schüler auf die Menschen zu, verschenken Kerzen und laden ein, den Dom zu besuchen. (ddp) © ddp
Kath.net - 14.12.06
,Nightfever’ im Kölner Dom
Am 16. Dezember startet die erfolgreiche Nacht mit Gebet, Musik, Gottesdienst und Gesprächen auch in Köln und Mainz.
Köln (www.kath.net) Köln goes Nightfever. Am 16. Dezember startet die erfolgreiche Aktion „Nightfever“, die in Bonn, Freiburg und Erfurt schon auf großes Interesse stieß, auch in Köln.
Beim Projekt „Nightfever“ werden Passanten und Interessierte zu einer Gebetsnacht in den Dom eingeladen. Dort erwartet sie Musik, Gebet und Gespräch. „Die Atmosphäre mit Kerzenlicht und Gesängen lädt ein, eine Weile Platz zu nehmen, eine Fürbitte, Dank, Freude, aber auch Klage vor Gott zu bringen“, sagt Andreas Süß, einer der Initiatoren des Projektes, das in Bonn nach dem Weltjugendtag 2005 ins Leben gerufen wurde.
Angesprochen werden sollen vor allem „kirchenferne“ junge Menschen, erklärt Diözesanjugendseelsorger Mike Kolb. Die Nacht beginnt um 18.30 Uhr mit einer Heiligen Messe mit Domvikar Oliver Dregger. Anschließend werden die Jugendlichen das Nortportal des Domes bis Mitternacht offen halten.
„Nightfever“ Köln findet regelmäßig am 3. Samstag im Monat von 18 bis 24 Uhr im Kölner Dom statt. Zeitgleich mit Köln startet die Aktion „Nightfever“ am 16. Dezember auch im Mainzer Priesterseminar.
Kölner Stadtanzeiger - 12.12.06
"Nightfever" am Samstag im Dom
Die Gebetsnacht "Nightfever", die in Bonn, Freiburg und Erfurt bereits auf großes Interesse stieß, wird am kommenden Samstag erstmals auch im Kölner Dom angeboten. Junge Erwachsene werden gemeinsam mit Diözesanjugendseelsorger Mike Kolb und Stadtjugendseelsorger Dominik Meiering rund um den Dom Passanten ansprechen, ihnen eine Kerze als Geschenk anbieten und sie in den mit Fahnen geschmückten Dom einladen. "Die Atmosphäre mit Kerzenlicht und Gesängen lädt ein, eine Weile Platz zu nehmen, eine Fürbitte, Dank, Freude, aber auch Klage vor Gott zu bringen", sagt Andreas Süß, einer der Initiatoren des Projektes "Nightfever", das in Bonn direkt nach dem Weltjugendtag 2005 ins Leben gerufen wurde. Die Nacht beginnt um 18.30 Uhr mit einer Messe mit Domvikar Oliver Dregger. Anschließend werden die Jugendlichen das Nortportal des Domes bis Mitternacht offen halten. Wer bei der Aktion mithelfen möchte, kann zur Vorbereitung bereits um 16 Uhr in den Dom kommen. "Nightfever" soll künftig an jedem dritten Samstag im Monat stattfinden. (map)
Kölnische Rundschau - 11.12.06
„Nightfever“ in Gotteshaus
ERSTELLT 11.12.06, 07:18h
Was sich in der Bonner St. Remigius-Kirche nach dem Weltjugendtag mit gutem Erfolg etabliert und inzwischen auch in Freiburg und Erfurt Fuß gefasst hat, wird nun auch in Mainz und in Köln ausprobiert: Im und am Dom startet am 16. Dezember „Nightfever“, eine Jugend-Gebetsnacht mit Gottesdienst, Gespräch, Gebet und Musik. Mit diesem Angebot sollen vor allem „kirchenferne“ junge Menschen angesprochen werden, wie Diözesanjugendseelsorger Mike Kolb erläutert. „Die Idee war, dass in Bonn die Beteiligten den Weltjugendtag toll fanden und meinten, dass die Grundidee weitergetragen werden sollte.“
Offenbar traf das Angebot aber nicht nur bei jüngeren Leuten auf großes Interesse. „Auch die Älteren kamen“, berichtet Mitinitiator Andreas Süß. „Sie alle haben sich um Christus versammelt.“
Priesteramtskandidaten, Jugendliche aus Verbänden oder geistlichen Gemeinschaften, Ordensleute, Studenten oder auch Schüler gehen freundlich auf Passanten zu, bieten ihnen einen Bibelspruch an, verschenken Kerzen und laden ein, die Kirche zu betreten. So soll es auch im Kölner Dom sein, der nicht nur für Andreas Süß ein ganz besonderes Gotteshaus ist. „Zwischen 18.30 - da ist heilige Messe - und 24 Uhr können die Passanten in den Dom kommen, sie können einfach den Raum oder die Musik erleben, sie können still beten oder auch mit den anwesenden Seelsorgern ein Gespräch über Lebens- oder Glaubensfragen führen. Wer möchte, hat auch Gelegenheit zur Beichte.“
Die Einladung wirkt in Bonn auf viele Menschen, und das erhofft man auch für Köln. „Viele haben eigentlich eine ganz andere Abendplanung, wollen ins Theater, Kino, in ein Lokal oder kommen von dort. Manche erzählen, sie seien 15 oder 20 Jahre nicht mehr in einer Kirche gewesen, und etliche bleiben sogar für mehrere Stunden“, berichtet Süß. „Es besteht offenbar eine große Sehnsucht nach Religiosität. Und hier ist das niederschwellige Angebot, die einfache, stille Atmosphäre einfach einladend.“ (vol)
Kölner Kirchenzeitung - 08.12.06
NIGHTFEVER startet im Kölner Dom
KÖLN. (AS) Rund um den Kölner Dom werden am 16. Dezember junge Erwachsene weltjugendtagsbegeistert mit Diözesanjugendseelsorger Mike Kolb und Stadtjugendseelsorger Dr. Dominik Meiering auf den Straßen Passanten ansprechen und in den Dom einladen. Die jungen Christen wollen "den Menschen die Freude und Barmherzigkeit Gottes schenken, die sie selbst beim Weltjugendtag erfahren durften!", freut sich Andreas Süß, einer der Initiatoren von NIGHTFEVER. Die Gebetsnacht NIGHTFEVER wurde in Bonn direkt nach dem Weltjugendtag ins Leben gerufen. Nightfever beginnt mit einer Messe um 18:30 Uhr. Im Anschluss werden die jungen Christen den Dom vom Nordportal aus bis 24 Uhr offen halten, auf Passanten zugehen und in den nur von Kerzenlicht erleuchteten Raum einladen. Infos unter: www.nightfever-koeln.de
Presseamt des Erzbistums Köln (PEK) - 08.12.06
„Nightfever“ startet 16. Dezember im Kölner Dom
PEK (061208) - Die Gebetsnacht „Nightfever“ startet am Samstag, 16. Dezember, erstmals auch im Kölner Dom mit einer heiligen Messe um 18.30 Uhr. Anschließend ist der Dom bis Mitternacht geöffnet. Junge Leute werden mit einer Kerze in der Hand Passanten rund um die Kathedrale zum Verweilen im Dom einladen. „Nightfever“ wurde in Bonn vor über einem Jahr direkt nach dem Weltjugendtag ins Leben gerufen und findet inzwischen auch in Freiburg und Erfurt statt. www.nightfever-koeln.de
Atmosphäre in Weltjugendtagsbegeisterung
PEK (061208) - „Darf ich Ihnen eine Kerze schenken?“ Mit dieser Frage konfrontiert, lassen sich viele Passanten „verführen“. Wer am Samstag, dem 16. Dezember über die Kölner Domplatte schlendert, vielleicht noch letzte Weihnachtseinkäufe in Händen hält oder gerade aus dem Kino, einem Restaurant oder der Oper kommt, kann Aufregendes erleben: Rund um den Kölner Dom, vor allem am Portal zum Hauptbahnhof, werden nämlich junge weltjugendtagsbegeisterte Erwachsene mit Diözesanjugendseelsorger Mike Kolb und Stadtjugendseelsorger Dr. Dominik Meiering auf die Straßen und Plätze rund um den Dom gehen und Passanten in den mit Fahnen und Bannern geschmückten Kölner Dom einladen. Gemeinsam mit verschieden Gemeinschaften, Studenten verschiedener Fakultäten und extra angereisten Jugendlichen aus nah und fern wollen die jungen Christen „den Menschen die Freude und Barmherzigkeit Gottes schenken, die sie selbst beim Weltjugendtag erfahren durften“, so Andreas Süß, einer der Initiatoren von „Nightfever“.
Die Gebetsnacht „Nightfever“ wurde in Bonn von Katharina Fassler von der Katholischen Gemeinschaft Emmanuel und Andreas Süß, Priesteramtskandidat aus dem Erzbistums Köln, vor über einem Jahr direkt nach dem Weltjugendtag ins Leben gerufen. Am ersten Samstag im Dezember fand sie jetzt auch zum ersten Mal in Erfurt statt. Der Theologiestudent Johannes Söhn hatte in seinen Freisemestern in Bonn „Nightfever“ kennengelernt, unterstützt, die Idee mit nach Erfurt gebracht und dort mit vielen Helfern gestartet. Bereits im vergangenen August fand das erste „Nightfever“ in der Freiburger Innenstadtkirche St. Martin statt.
Nightfever beginnt mit einer Messe um 18.30 Uhr mit Domvikar Oliver Dregger. Im Anschluss werden die jungen Christen das Nordportal des Doms bis 24 Uhr offen halten, auf Passanten zugehen und in den mit nur von Kerzenlicht erleuchteten Raum einladen: „Die Atmosphäre mit Kerzenlicht und Gesängen lädt ein, eine Weile Platz zu nehmen, eine Fürbitte, Dank, Freude, aber auch Klage vor Gott zu bringen“, erklärt Süß. „Nach dem Weltjugendtag haben mich viele Leute, die der Kirche eigentlich fern stehen gefragt: Warum geht es nun nicht weiter?“ berichtet er. Dies sei Anstoß gewesen, das Geistliche Zentrum der Italiener – St. Remigius in der Bonner Innenstadt – mit Studierenden verschiedener Fakultäten und geistlicher Gemeinschaften neu zu beleben. Die Gemeinde habe von Anfang an mitgemacht und durch Gebet und Kuchenspenden die jungen Missionare unterstützt. Denn bereits nachmittags stimmen sich die Helfer mit Gesängen und Gotteslob auf Ihre Aufgabe ein, die Menschen für Christus zu begeistern. „Alle, die am 16. Dezember helfen möchten, sind eingeladen, um 16 Uhr in den Dom zu kommen und/oder sich bereits über das Internet anzumelden“ ermutigt Süß. Neu sei, dass ganz bewusst Menschen angesprochen werden, für eine kleine Weile in den Dom zu kommen und sich von der Barmherzigkeit Gottes berühren zu lassen. „Der große Zuspruch in Bonn, Freiburg und Erfurt freut uns sehr! Nun dürfen wir sogar im Dom gemeinsam Gott anbeten, wie beim Weltjugendtag: ‚Wir sind gekommen, um ihn anzubeten’ lautete das Motto, das „Nightfever“ übernommen hat“, freuen sich die Initiatoren Smarzoch und Süß. An keinem anderen Ort in Deutschland hat dies wohl eine so große Bedeutung wie im Kölner Dom, am Dreikönigenschrein. „Wir sind sehr glücklich, dass wir hier nun jeweils am dritten Samstag im Monat Gott gemeinsam mit vielen anderen feiern dürfen.“ (PEK/A.S.) - Informationen unter www.nightfever-koeln.de
Kölnische Rundschau - 06.12.2006
Interview mit Generalvikar Dr. Dominik Schwaderlapp - Auszug
[...] Raimund Neuß: Wo geht es im Erzbistum inhaltlich hin? Was sind die Schwerpunkte, auf die Sie sich im Zuge von Zukunft heute konzentrieren wollen?
Generalvikar: Es geht uns um eine missionarische Kirche. Wir müssen die Frohe Botschaft in den Alltag der Menschen bringen und offen sein für die vielen Suchenden. Auf diese Weise halten wir auch den Impuls lebendig, den der Weltjugendtag hier bei uns im Erzbistum und anderswo ausgelöst hat.
Frage: Und wie verwirklichen Sie die missionarische Pastoral?
Generalvikar: Indem wir Raum für neue Formen schaffen, zum Beispiel die Nightfever-Gebete, die sich in Bonn etabliert haben und die wir jetzt auch am Kölner Dom anbieten. Junge Leute gehen mit Kerzen auf die Straße und laden Passanten ein, in die nächtliche Kirche zu kommen und ihre Anliegen vor Gott zu bringen. In Bonn ist das bereits ein Riesenerfolg. Für solche neuen Initiativen ist es nötig, dass wir die Geistlichen von Verwaltungsarbeit entlasten. Das versuchen wir gerade. [...]
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