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In Kirche arbeiten„Die Arbeit mit jungen Menschen ist mir ein zutiefst persönliches Anliegen“ Forschungsprojekt über die Werteorientierung und Motivation in der Jugendpastoral Eigene Wertvorstellungen im Beruf leben zu können ist das zentrale Motiv kirchlicher Mitarbeiter in der Jugendpastoral. Sie identifizieren sich in hohem Maße mit ihrer Aufgabe, arbeiten gerne in ihrem Beruf und im kirchlichen Umfeld. Das ist ein in dieser Deutlichkeit überraschendes Ergebnis des Forschungsprojekts „In Kirche arbeiten“, das die Jugendseelsorge des Erzbistums Köln und die Katholische Hochschule (KatHO) NRW, Abteilung Köln, gemeinsam durchgeführt haben. Für die Untersuchung, die insbesondere nach den inneren Antrieben und Motivationen der Ver-antwortlichen und Mitarbeiter in jugendpastoralen Handlungsfeldern gefragt hatte, wurde unter Federführung von Prof. Dr. Armin Wildfeuer seitens der KatHO eine entsprechende Umfrage gestartet: Wie ticken Menschen, die in der Jugendpastoral arbeiten? Was treibt kirchliche Mitarbeiter in ihrem Beruf an? Präsentaion der Forschungsergebnisse am 13.10.2011 in der KatHO
Auffallend war die hohe Übereinstimmung der Wertehorizonte zwischen Arbeitgeber Kirche und den Mitarbeitern. Dies betrifft sowohl soziale Werte wie Mitmenschlichkeit, Solidarität oder soziale Gerechtigkeit, aber auch Spiritualität, eigener Glaube und Kirche als Lebensraum. So findet sich bei den pädagogisch und theologisch qualifizierten Mitarbei-tenden in der Jugendpastoral höher als in anderen Professionen die für eine berufliche Tätigkeit ideale Konstellation, beruflich das tun und umsetzen zu können, was einem persönlich wichtig ist und der eigenen Überzeugung entspricht.
Interessant waren auch die Befunde zur Berufswahl: Eigenes soziales Engagement, gute Erfahrungen in der Jugendarbeit oder der eigene Glaube waren bei Vielen ausschlagge-bend für den Werdegang. „Allerdings merken wir auch, dass bei neuen Mitarbeitern die Nähe zum Feld sowie die Dichte der Erfahrungen abnehmen“, stellt Matthias Beiten fest. Die klassische Sozialisation zum Beispiel als Messdiener oder Pfadfinder gehöre nicht mehr so selbstverständlich zum Lebenslauf, erläutert der Personalplaner, der das For-schungsprojekt von Seiten der Jugendseelsorge vorangetrieben hatte. Daraus ergäben sich Konsequenzen für die Berufseinführung und die Personalarbeit, die eine möglicherweise fehlende kirchliche und jugendpastorale Sozialisation berücksichtigen müssen. Die Abteilung Jugendseelsorge und die KatHO wollen hier auch in Zukunft noch enger kooperieren.
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