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Kamingespräch 12.10.2011

Kommunikation auf vielen Kanälen, Bereitschaft zur (Selbst)Darstellung und Mut zum Ausprobieren wünscht Theo Dierkes der katholischen Kirche im Umgang mit den Medien. Drei Wünsche frei hatte der WDR-Kirchenredakteur und gelernte Diplom-Theologe, der beim 3. Kamingespräch von Religio Altenberg zu Gast war. Moderator Ingo Brüggenjürgen, Chefredakteur des Domradios, schlüpfte in die Rolle der guten Fee, ohne jedoch vorschnell Wunscherfüllung zu garantieren.

 

Vor und mit interessierten und fachkundigen Gästen aus der katholischen Medienarbeit und der Jugendpastoral ging das Kamingespräch, das zum ersten Mal im Kölner Domforum stattfand, der Frage nach, wie das Verhältnis von Kirche und Öffentlichkeit aussieht. Sind nur noch Skandale und Reizthemen die Aufmacher in der medialen Wahrnehmung von Kirche? Wie kann es gelingen neben der Verkündigung - die in Form von Andachten oder Gottesdienstübertragungen übrigens immer noch ein breites Publikum bindet, so Dierkes - die frohe Botschaft und die gesellschaftliche Relevanz von Kirche positiv in die Medien zu bringen? Auch hier wusste der Fachmann dreifachen Rat:

  • es braucht Menschen, Gesichter, die für diese Botschaft stehen; das ist kommt authentischer rüber als Verlautbarungen und Statuten; vom Papst über die Bischöfe bis hin zu engagierten Christen in Gemeinden und Verbänden hätte Kirche eigentlich viele Gesichter zu bieten
  • dazu gehört natürlich ein gewisser Mut und die Fähigkeit, öffentlich aufzutreten; das kann nicht jede und jeder, aber das kann man lernen; Dierkes schlug vor, eine Hand voll junger Menschen fit zu machen und den Redaktionen als Gesprächspartner zu benennen; aber es gehört auch der Mut von Kirche dazu, solche Menschen sich auch mal auszuprobieren lassen und nicht gleich jedes Wort auf die exegtische oder kirchenrechtliche Goldwaage zu legen;
  • und die Themen müssen natürlich interessant und relevant sein; da geht es nicht nur um die gesetzten Reizthemen wie Missbrauch oder Zölibat; und es lohen sich, auch mal drüber nachdenken, ob sich das ein oder andere Thema nicht mit einer guten Prise Humor besser rüberbringen lässt.

Ein Mut machender Abend, der nicht bei Medienschelte und Selbstmitleid verharrte, sondern Impulse gesetzt hat für ein eher unverkrampftes Auftreten von Kirche gegenüber und in den Medien.

 

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