CHORUS-Jugendchorleitertreffen 15.11.2016

Das Themenspektrum reichte von Nachwuchsproblemen – Stichwort: G8 – über mancherorts mangelnde, andernorts ausgeprägte Unterstützung durch die örtlichen Gemeinden bis hin zu Fragen, wie man an gute Noten kommt, wie man die Finanzierung größerer Projekte bewerkstelligt und was es an Angeboten zur fachlichen Unterstützung auf Bistumsebene gibt.

 

Die Mitglieder von CHORUS stellten sich und ihre jeweiligen Arbeitsfelder kurz vor, berichteten von Projekten und Angeboten, vom AK-SINGLES-Komponistenwochenende, von den Jugendchorexerzitien „music is the key“, vom AK-SINGLES-Liedblatt und noch manch anderem. Nicht zuletzt wurde die Homepage chorus-koeln.de ausführlich vorgestellt und mit den Jugendchorleitern diskutiert. Viele sachdienliche Ideen entstanden und werden von unseren Webmastern bald in Angriff genommen.

 

Einen etwas ausführlicheren Impuls stellte die Befragung von Jugendlichen am Rande von vergangenen CHORUS-Events dar. Wilfried Kaets und Momo Weber-Schmalenbach hatten in den letzten zehn Jahren immer mal wieder SängerInnen in Jugendchören danach befragt, wie zufrieden sie sind, welche musikalischen Vorlieben sie haben und wie sie diese im Repertoire ihres Chores widergespiegelt finden. Die Umfragen genügen nicht unbedingt den allerschärfsten wissenschaftlichen Standards, aber sie lassen doch den einen oder anderen Trend erkennen. NGL ist beispielsweise in Jugendchören (nach der Einschätzung der Jugendlichen) omnipräsent. Und allen Unkenrufen zum Trotz wird es auch durchaus gerne gesungen. Allmählich überwiegt aber, nicht nur bei den Wünschen der Jugendlichen, sondern durchaus auch bei der Stückauswahl der Chorleiter, anderes, vor allem moderne, soulige Spielarten von Gospel, weltliche und geistliche Popularmusik, also Chart-Hits ebenso wie Worship-Songs, und nicht zuletzt Klassik. Klassik? Ja, Klassik. Entscheidend für Ge- oder Missfallen bei Jugendlichen ist weniger ein bestimmter musikalischer Stil, sondern eine persönliche, emotionale Beziehung zur Musik.

 

Das Jugendchorleitertreffen war von Anfang an auf Austausch hin konzipiert. Deshalb wurden keine konkreten Beschlüsse gefasst oder Maßnahmen festgelegt. Das hätte auch den zeitlichen und nicht zuletzt den lockeren atmosphärischen Rahmen des Abends gesprengt. Gleichwohl gab es viele gute Anregungen, auf deren Umsetzung wir von CHORUS uns schon freuen: auf den Ausbau und die Verfeinerung unserer Homepage, sodass sie nicht nur ein Informationsmedium, sondern eine Art „best practice“-Pool mit allerlei Arbeitshilfen und Praxistipps ist, und auf die Entwicklung und Durchführung neuer Veranstaltungen, die dem Austausch von Jugendchorleitern miteinander und mit CHORUS dienen.

 

Wir halten Sie auf dem Laufenden und freuen uns über jeden, der dabei sein möchte. Alle Veranstaltungen finden Sie auch in unserem Kalender, den Sie in Kürze – ebenfalls eine im CRUX entstandene Idee – demnächst als RSS-Feed werden abonnieren können.