Ein dunkles Kapitel

Jugendliche aus Neuss in der Gedenkstätte Buchenwald

Eine Wochenendfahrt sieht eigentlich anders aus. Sie ist unbeschwert, am besten mit gutem Wetter, Cafés, Kultur.

Anders die Wochenendfahrt, die die OT Barbaraviertel Neuss jetzt in ihrem Programm hatte. Die Fahrt ging nach Buchenwald und damit in ein schwarzes Kapitel in der Geschichte der Menschheit. Mit dabei waren auch jugendliche Flüchtlinge.

Buchenwald liegt gleich neben Weimar, der Stadt Goethes und der deutschen Kultur. Weniger als 10 Kilometer entfernt liegt das ehemalige Konzentrationslager.

Zynisch: JEDEM DAS SEINE

„JEDEM DAS SEINE“ lesen die Jugendlichen aus Neuss am Tor. Zynisch! Die Gruppe der OT Barbaraviertel gehen stumm durch die Gedenkstätte, sind erschreckt von den offensichtlichen Gräueltaten, verübt durch Deutsche.

„Am meisten schockiert hat mich im KZ der Raum mit den Öfen und die dazugehörige Pathologie,“ sagt Nouri (19) aus Syrien. Und Sofian (18) aus Marokko ergänzt: „Die hinterhältige Genickschussanlage war widerlich.“

 

Geschichte aufarbeiten

Es sind allerdings nicht nur die Anlagen, die die international zusammengesetzte Gruppe entsetzt. Auch das Leben im KZ muss furchtbar gewesen sein, glaubt Michelle (18): „Die Vorstellung der stundenlangen Appelle bei Wind und Wetter mit der wenigen Kleidung- und wir frieren hier schon in unseren Winterjacken!“ Michelle, 18 Jahre.

Mit der Fahrt zum KZ Buchenwald will die OT Barbaraviertel ihren Teil zur Geschichts-Aufarbeitung beitragen.

Unterstützt wurde die Maßnahme, die am vierten Advents-Wochenende stattfand, durch das Land NRW (Landesjugendplan).

 

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