time out 2016 - page 3

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Herzlich Willkommen zu deiner „AusZeit“!
Am 8. Dezember beginnt in der katholischen Kirche das „Jahr der Barmherzigkeit“, zu dem der Papst alle
einlädt. Barmherzigkeit ist das Thema, was Papst Franziskus sehr am Herzen liegt und gleichzeitig ein Wort,
das in unserem alltäglichen Sprachgebrauch selten bis gar nicht (mehr) vorkommt und „kirchisch“ klingt.
Allenfalls kennst du vielleicht noch Aussagen, wie z.B. „der kennt kein Erbarmen“. Was genau ist also gemeint,
wenn die biblischen Texte von Barmherzigkeit erzählen und wenn der Papst auffordert, mehr Erbarmen zu
üben? Und sind Barmherzigkeit und Erbarmen das gleiche?
Barmherzigkeit ist ein sehr altes Wort und dennoch hat es seine Bedeutung nicht verloren: es ist verbunden
mit Liebe, Güte, Wärme und Zuwendung. Wer „barmherzig ist“, zeigt Mitgefühl und nimmt Anteil an der Not
anderer Menschen. Wer „sich erbarmt“, öffnet sein Herz, hilft, kümmert sich oder tröstet. Es geht also nicht
nur um eine innere Einstellung oder ein Gefühl sondern um aktives, tatkräftiges Handeln. Wo Erbarmen geübt
wird, wird es mit-menschlich … oder göttlich, denn was für zwischenmenschliche Beziehungen wahr ist, gilt
erst recht für die Beziehung mit Gott. Seine Barmherzigkeit zeigt sich in unerschütterlicher Liebe und Treue –
egal was geschieht; davon berichtet die Heilige Schrift. Weil Gott sich erbarmt, können und sollen wir
barmherzig sein. Sein Erbarmen spornt die Menschen an, selbst barmherzig zu handeln. Wo Barmherzigkeit
ins Spiel kommt, kommen wir Gott ganz nah und er uns. „Durch die Barmherzigkeit für den Nächsten bist du
Gott ähnlich“ so formulierte es der Heilige Basilius der Große im 4. Jahrhundert.
„Er krönt dich mit Barmherzigkeit“
(Psalm 103,4) so verspricht es der Psalm 103 und so lautet der Titel
dieser Jugendexerzitien. Barmherzigkeit als Krone, die Gott einem und einer jeden von uns aufsetzen will,
Erbarmen als „Krönung unseres Lebens“ – diesem Gedanken ein wenig näher zu kommen, dazu bist du nun
eingeladen!
Die Impulse in diesem Heft wollen dabei eine Anregung sein, Räume öffnen, deine Vorstellungskraft in Gang
bringen und dich zur Meditation ermutigen. So kannst du den Begriffen „Barmherzigkeit“ und „Erbarmen“
jeden Tag neu auf die Spur zu kommen; dich dem, was diese Worte meinen, nähern und ihre Bedeutung für
heute, für dein Leben und deinen Glauben entdecken.
„Barmherzigkeit – dieses Wort ändert alles. Es ist das Beste, was wir hören können: Es ändert die Welt.
Ein wenig Barmherzigkeit macht die Welt weniger kalt und viel gerechter. Wir haben es nötig, diese
Barmherzigkeit Gottes zu verstehen.“
(Papst Franziskus)
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