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4. Tag (Mittwoch)
heraus-FORDERUNG
4. Vertiefen
Nach dem Auszug der Israeliten aus Ägypten lässt Mose sich im Gespräch mit Gott zu immer neuen
Forderungen hinreißen, doch sein größter Wunsch ist und bleibt IHN zu sehen, IHM ganz persönlich von
Angesicht zu Angesicht zu begegnen. Doch Gott lässt sich nicht überreden, seine Nähe und Erreichbarkeit sind
kein Automatismus. Das ist anspruchsvoll und herausfordernd: Gottes Barmherzigkeit verträgt keine
Festlegung, kein Schubladendenken – auch nicht in Sachen Gerechtigkeit und Liebe. Gott entscheidet selbst,
wem er sich wie zeigt, wem er wie gerecht wird und das ist nicht unbedingt leicht zu ertragen.
Trotzdem gilt sein Versprechen: Er wird da sein, wenn ich IHN brauche – in meiner Not, in Krankheit,
Gefangenschaft und Trauer, in meinem Scheitern, in meiner Angst und Mutlosigkeit - allerdings womöglich
ganz anders als erwartet oder gehofft. Martin Buber formuliert das so: „ich bin jeweils so bei euch, wie ich es
sein will“.
Ähnliches gilt auch im Blick auf meine Mitmenschen und mich selbst: Barmherzigkeit ist immer eine freie
Wahl, bedingungslos und mit den Möglichkeiten, die mir zur Verfügung stehen. Und manchmal bedeutet es
auch, dass ich aus mir selbst heraus treten und meine bisherigen Vorstellungen hinter mir lassen darf.
Gottes Gerechtigkeit zu vertrauen, heißt für mich …
wenn ich mich herausgefordert fühle, dann …
5. Abschließen
Ich beende meine stille Zeit mit einem
spontanen Gebet oder dem Vater unser
und dem Kreuzzeichen.
Wenn Du magst, kannst du dir jetzt noch
ein wenig Zeit nehmen, um einige Gedanken
oder auch Fragen aufzuschreiben.
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