time out 2016 - page 21

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5. Tag (Donnerstag)
für-SORGE
4. Vertiefen
Ein Fremder übernimmt Verantwortung. Er kümmert sich um den Verletzten und pflegt ihn - ohne eine
Gegenleistung. Der barmherzige Samariter tut was notwendig ist und mehr. Im Wort „Erbarmen“ steckt das
altertümliche deutsche „barmen“ was so viel bedeutet wie jammern oder klagen; mit der Vorsilbe „er-”
versehen meint es „von Not befreien“.
Gerade in Situationen, in denen ich selbst nichts ändern, mir selbst nicht helfen kann, bin ich darauf ange-
wiesen, dass sich mir jemand „erbarmt“ und einen Weg aus der Krise, aus dem Elend und dem Problem zeigt
oder einfach nur für mich da ist.
Den Nächsten lieben wie mich selbst – das ist mehr als gegenseitige Hilfsbereitschaft unter Freunden und
Verwandten; es bedeutet, mich selbst anzunehmen und mich im Anderen wiederzuentdecken, im Verletzten und
Hilfebedürftigen; und gar nicht lange danach zu suchen, sondern die Augen offen zu halten und wahrzunehmen,
wer meine aufopfernde Betreuung benötigt.
fürsorglich zu handeln, das heißt für mich …
wenn sich mir jemand erbarmt, dann …
5. Abschließen
Ich beende meine stille Zeit mit einem
spontanen Gebet oder dem Vater unser
und dem Kreuzzeichen.
Wenn Du magst, kannst du dir jetzt noch
ein wenig Zeit nehmen, um einige Gedanken
oder auch Fragen aufzuschreiben.
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