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6. Tag (Freitag)
entgegen-KOMMEN
1. Ankommen
Ich beginne meine stille Zeit ganz bewusst: Mit dem Anzünden einer Kerze, einem Kreuzzeichen, einer
Verneigung vor einem Christus-Bild oder einem Kreuz.
2. Einstimmen
Ich schließe meine Augen und beobachte eine Zeit lang meinen Atem, um zur Ruhe zu kommen, ggf. nutze ich
dazu eine der Stille-Übungen.
Eröffnungsgebet:
Herr, guter Gott,
ich möchte ankommen bei dir und bei mir selbst,
still werden, innehalten,
mich öffnen für deine Gegenwart
und verweilen,
einfach so, ohne etwas zu erzwingen.
Sein dürfen, einfach nur sein,
nichts machen müssen,
einfach nur da sein und mich dir hinhalten
von Augenblick zu Augenblick
und Atemzug für Atemzug.
Mich vor dir aushalten,
dir begegnen,
mit und ohne Worte
Spüren, dass du da bist
und deine Liebe mich trägt.
Amen.
3. Lesen
Aus dem Lukasevangelium
Der Vater sah seinen Sohn schon von weitem
kommen und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem
Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste
ihn. Der Vater […] sagte zu seinen Knechten: Holt
schnell das beste Gewand und zieht es ihm an […];
wir wollen essen und fröhlich sein. Denn mein
Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und
ist wieder gefunden worden. Und sie begannen, ein
fröhliches Fest zu feiern. Sein älterer Sohn war
unterdessen auf dem Feld. Als er heimging und in
die Nähe des Hauses kam, hörte er Musik und
Tanz. Da rief er einen der Knechte und fragte, was
das bedeuten solle. Der Knecht antwortete: Dein
Bruder ist gekommen und dein Vater hat das
Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn heil und
gesund wiederbekommen hat. Da wurde er zornig
und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam
heraus und redete ihm gut zu.
(Lukas 15,20b.22-28)