PRAXISHILFE - Schriften der Jugendpastoral - Nummer 3 - page 13

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Jugendpastoral von den
Armen her denken
Hintergründe, Projekte und Methoden
schriften der
jugendpastoral
im erzbistum köln
praxishilfe Nr. 3
ZIELGRUPPE 
Grundschulkinder
ORT & VERORTUNG HANDLUNGSFELD 
Schulsozialarbeit, Jugendsozialarbeit in Solingen
ZIELE DER MASSNAHME 
Fehlendes Schulmaterial stellt ein großes Problem im ausge­
wählten Sozialraum dar. Kinder können nicht oder nicht ausreichend am Unterricht teilhaben
und sind dadurch deutlich benachteiligt. Diese Problematik trat verstärkt auf, als eine Grund­-
schule in Solingen ab 2015 vermehrt geflüchtete Kinder aufgenommen hatte.
Es wurde nach einer Möglichkeit für ein niederschwelliges Angebot, welches direkt vor Ort
in der Schule realisiert werden konnte, gesucht. So entstand im Herbst 2015 die Idee der
›GiveBox‹: Schulbedarf wie Stifte, Hefte, Scheren, Kleber etc. liegen in einem Schrank in
der Schule, der GiveBox, für bedürftige Kinder der Schule bereit. Bei Bedarf wird vom
pädagogischen Personal Material entnommen und den bedürftigen Kindern gegeben.
Durch die Sicherstellung des Schulmaterials ermöglicht die GiveBox jedem Kind der
Schule gleiche Chancen und gleiche Möglichkeiten zu lernen. Die Bedürftigen erfahren
die benötigte Aufmerksamkeit und es wird versucht, Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder
der Schule – ganz egal mit welchem sozialen Hintergrund – zu schaffen.
Karin Witting, Katholische Jugendagentur Wuppertal gGmbH
GiveBox
HANDLUNGSSCHRITTE 
Das Projekt wurde von der Schulsozialarbeiterin entwickelt, die sich
seit
Inbetriebnahme
der GiveBox auch um die fortwährende Spendenakquise sowie um den
Materialbestand kümmert. Durch das Führen und Auswerten von Strichlisten und der regel­-
mäßigen Erfassung des Materialbestandes konnte festgestellt werden, dass der Bedarf nach
Schulmaterial bei den Kindern vorhanden ist. Außerdem wurde deutlich, dass die GiveBox
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